6.Tag, Auf nach Buchara!

Die Reiseleiter bereiteten uns auf eine heiße und lange Fahrt vor. Eben noch begleiteten uns die blühenden Oasen des Flusses Amu Darja auf unserer Fahrt. Doch plötzlich säumen nur noch bizarre Steppen die Straßen nach Buchara, kleine Sandstürme tosen durch die Halbwüste. Die lange Fahrt von ca. 445 km versuchen die Reiseleiter durch Erklärungen und Erzählungen zu verkürzen. So wird die spezielle Lage von Chiwa in einer Oase in der Kysilkum erläutert, das fruchtbare Land hat nur Erträge bei ausreichender Bewässerung. Da das Grundwasser nicht tief aber salzig ist, müssen die Ländereien vor der Aussaat gewaschen werden. Das bedeutet, das Feld wird unter Wasser gesetzt, um das Salz an der Oberfläche auszuwaschen. Nach der Pflanzung oder Aussaat muss es dann bewässert werden. So überqueren wir unzählige Bewässerungs- und Entwässerungskanäle. Das Salzwasser wird in die Wüste geleitet, wo es seine Salzlast abladen kann.

Die Straße von Chiwa nach Buchara ist teilweise eine Autobahn. Ein Stück dieser Autobahn wurde von einer südkoreanischen Firma, ein weiterer von einer deutschen Firma gebaut. Die Usbeken haben sich dabei die Technologien abgesehen und bauen jetzt selbst. Am meisten lächeln die Einheimischen über die Beschilderung auf dem deutschen Abschnitt. Ein U-Turn, also ein Übergang auf die Gegenfahrbahn, wird durch insgesamt 6 Verkehrszeichen angekündigt und angezeigt. „Welch eine Verschwendung!“ meinen die Leute. Auf dem usbekischen Abschnitt reicht dafür ein Schild. Etwas verwundert sehen wir die Ankündigung von Parkplätzen. Da ist ein Tannenbaum mit einer Bank abgebildet, genau wie bei uns in Deutschland. Ich denke, die meisten Usbeken haben noch nie eine Fichte oder Tanne gesehen. Etwas verwundert hat mich ein Radfahrer mitten in der Wüste. Er strampelte mit zwei vollgepackten Gepäcktaschen an der Seite und mit Fahrradhelm durch die Wüste. Das Thermometer im Bus zeigt 37°C Außentemperatur an. Das war garantiert kein Usbeke. Hier in dieser Provinz ist Kontinentalklima. Im Winter bis -40°C und im Sommer bis zu +50°C. Hin und wieder sehen wir am Straßenrand Polizeiautos aus Pappe. Sie sollen vermutlich Angst einjagen. Die Angst hält bestimmt nicht lange vor. Ich kenne die Verkehrsvorschriften nicht. Auf der Autobahn zog unser Bus mit konstanter Geschwindigkeit um die 90km/h seine Spur. Er wurde plötzlich drastisch langsamer, als ca. bei km 380 die Ausbaustrecke zu Ende ist. Dann pendelt die Geschwindigkeit zwischen 20 und 60 km/h.

Gegen 17:00 Uhr erreichen wir unser Ziel. Das Hotel liegt in Sichtweite der Stadtmauer. Das Abendessen gibt es im Hof im Iwan, einer großen überdachten Nische. Das vorzügliche Essen und der Wind am Abend läßt uns die Gluthitze des Tages vergessen.

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