12.Tag, Willkommen in Kirgisistan!

Heute haben wir Zeit zum Ausschlafen. Wir starten eine Stunde später als sonst. Das nutzt uns allerdings wenig, denn die innere Uhr hat uns früher geweckt als der Weckruf klingelt. Das war auch ganz gut so. So hatten wir genügend Zeit zum Frühstücken. Wir schlafen in einem der besten Hotels in der Stadt. Die Servicekräfte sind allerdings beim Frühstück hoffnungslos überfordert. Zuerst fehlen die Kaffeetassen. Dann ist das Toastbrot alle. Beim Kaffee bildet sich eine lange Schlange, weil sie auf die neuen Kaffee warten. „12.Tag, Willkommen in Kirgisistan!“ weiterlesen

11.Tag, Durch die Hungersteppe

Mein Schwiegervater hat hin und wieder ganz gern von seinen Erlebnissen im 2 Weltkrieg erzählt. Aus Russland hat er den Spruch „Sei nicht stur, fahr nicht Spur“ mitgebracht. Das hatte sicher seinen Sinn, wenn sie durch die Steppe oder andere unbefestigte Pisten gefahren sind. Wenn man heute durch Usbekistan fährt, halten sich offensichtlich noch eine Menge Fahrer dran. Auf den vier- oder sechsspurigen Straßen sind genauso Leitlinien auf der Straße aufgezeichnet wie bei uns. Das interessiert hier aber die wenigsten. Oft fahren die Autos mit 60km/h ganz links. „11.Tag, Durch die Hungersteppe“ weiterlesen

10.Tag, Samarkand

Der Kontrast ist stark. Unglaublich, dass Turkmenistan und Usbekistan bis vor 27 Jahren Sowjetunion waren, quasi ein Land. In Turkmenistan wunderten wir uns über die Ressourcenverschwendung. Nachts leuchten alle Lampen in Aschgabat, obwohl kein Mensch zu sehen ist. Die Springbrunnen entlang der Regierungsstraße plätschern ebenfalls den ganzen Tag und die ganze Nacht. Für die Größe der Stadt sieht man tagsüber recht wenig Leute auf der Straße, und die Läden, die im Erdgeschoß der Wohngebäude eingebaut sind, sind leer. In den Straßen gibt es keinen Stau, weil sie so groß und breit sind und verhältnismäßig wenig Autos fahren.

In Samarkand traut man sich nachts nicht vor die Haustür, weil die Stadt fast unbeleuchtet ist. „10.Tag, Samarkand“ weiterlesen

9.Tag, Orient pur

Samarkand Der Registan Platz

Heute wird wieder ein warmer Tag – oder sagen wir – ein heißer Tag. Da ist es wichtig, dass uns unsere Wasservorräte nicht ausgehen. Im Bus haben wir immer die Möglichkeit, unsere Reserven aufzufüllen. Bei derzeitigen Wechselkurs verlangt der Fahrer umgerechnet gerade einmal 0,30 Euro pro Literflasche. Auch die anderen Dinge des täglichen Lebens, die uns hier z.B. beim Mittagessen angeboten werden, wir Deutsche leben hier äußerst kostengünstig. Für das Mittagessen heute zu Zweit (Wasser, Tee, Brot als Basis für alle, jeder 1 Cola und 1 Suppe) bezahlen wir 5,50 Euro. Ich bin mir sicher, dass die Frauen, die die wunderbaren Parks hier auch in der Mittagsgluthitze wässern und pflegen sehen das ganz anders. Sie können sich das wahrscheinlich nicht leisten. „9.Tag, Orient pur“ weiterlesen

8.Tag, Auf der Seidenstraße

Vor der Abfahrt nach Samarkand warten die Ark-Zitadelle, das Samanidenmausoleum und die Bolo-Hauz-Moschee in Buchara auf unseren Besuch. Davon werden wir vorerst einmal abgehalten, weil sich ein großer Umzug durch die Stadt formiert. Die nächsten drei Tage wird das Festival Silk and Spices gefeiert. Irgendwie schade, dass wir heute schon die Stadt verlassen. Farbenprächtige Kostüme der jungen Frauen und Männer ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Angeführt wird der Zug von einigen Reitern auf wundervoll geschmückten Pferden. Danach folgen Trommeln, die von drei Mann bedient werden, und Hörner. Das Ende des Zuges ist nicht zu sehen, denn wir beginnen unsere Besichtigungstour. „8.Tag, Auf der Seidenstraße“ weiterlesen

7.Tag, Buchara

Um 4 Uhr krähen die Hähne in Buchara. Wir schlafen bei offenem Fenster, denn die kühle Nachtluft ist wesentlich angenehmer als die Klimaanlage. Wir haben Glück, unser Zimmer liegt zum Innenhof des Hotels.

Um diese Zeit kann man sich noch einmal umdrehen und bis zum Weckruf schlafen.

Bei den organisierten Reisen gibt es ja festgelegte Starttermine für die Busfahrt oder, wie heute, den Beginn unserer Besichtigungstour durch die Stadt.

Schon früh galt Buchara als reichste Stadt der Seidenstraße. Wir starten direkt an einem der schönsten Schätze der Oasenstadt, „7.Tag, Buchara“ weiterlesen

Begegnung in Buchara

Tolle Idee unseres Reiseveranstalters, in Buchara einen Treff mit Germanistikstudenten zu organisieren. Wir sitzen gemütlich in einem Kaffee, das einen tollen Cappuccino und deutschen Kuchen anbietet. Die Apfeltasche und der Käsekuchen schmecken fast wie zu Hause. Uns gegenüber zwei hübsche junge Frauen die im ersten Semester studieren und ihre Deutschkenntnisse auf die Probe stellen wollen. Wir sind erstaunt, wie gut wir uns unterhalten können. „Begegnung in Buchara“ weiterlesen

6.Tag, Auf nach Buchara!

Die Reiseleiter bereiteten uns auf eine heiße und lange Fahrt vor. Eben noch begleiteten uns die blühenden Oasen des Flusses Amu Darja auf unserer Fahrt. Doch plötzlich säumen nur noch bizarre Steppen die Straßen nach Buchara, kleine Sandstürme tosen durch die Halbwüste. Die lange Fahrt von ca. 445 km versuchen die Reiseleiter durch Erklärungen und Erzählungen zu verkürzen. So wird die spezielle Lage von Chiwa in einer Oase in der Kysilkum erläutert, das fruchtbare Land hat nur Erträge bei ausreichender „6.Tag, Auf nach Buchara!“ weiterlesen

5.Tag, Museumsstadt Chiwa

Wie ein riesiges Freilichtmuseum liegt uns Chiwa (UNESCO-Welterbe) zu Füßen. Paläste, Moscheen, Koranschulen und Mausoleen erstrahlen neben alten Lehmhäusern und -mauern wie vor Hunderten von Jahren – nichts scheint sich hier seit der Stadtgründung verändert zu haben. Chiwa gleicht einem Basar. Bunte Seidentücher, voluminöse Pelzmützen und filigrane Koranständer stapeln sich an den Ständen, dröhnend schallt usbekische Popmusik aus CD-Playern. Uns scheint, dass alle Schulklassen Usbekistans heute ihre Schuljahresabschlussreise nach Chiwa unternehmen. Insbesondere die Mädchen haben ihre Sonntagskleider angezogen. Ob das bei der Hitze und dem Staub die passende Kleidung ist? Ein Klasse singt für uns die Usbekische Nationalhymne. Die Kinder sind alle sehr aufgeschlossen. Wir werden von fast allen mit „Hello“ begrüßt. Einige versuchen, ihre Englischkenntnisse an den Mann zu bringen. Dabei entstehen allerdings nur kurze Dialoge. „5.Tag, Museumsstadt Chiwa“ weiterlesen

4. Tag, Nach Usbekistan

So zeitig sind wir schon lange nicht aufgestanden. Um 03:30 Uhr klingelte der Wecker. Eine Stunde später fuhr der Bus zum Flughafen. Auf dem Weg begleitet und die hell erleuchtet und menschenleere Stadt. Die Wasserspiele plätschern wie am Tag… und kein Mensch ist zu sehen, der sich daran erfreut. Die Prozedur zum Einchecken für einen Inlandflug war langwierig, aber nicht so schlimm, wie die Reiseleiter uns vorgewarnt haben. Eigentlich wollten wir die Flugstunde nach Daschavauz noch schlafen. Mir ist das nicht so richtig geglückt.

Hier wird üblicherweise beim Auschecken jedes Paketstück mit dem Paketzettel verglichen. Das hat uns unsere Reiseleiterin Natascha erspart. „4. Tag, Nach Usbekistan“ weiterlesen