Tour De France – Aigues-Mortes, die mittelalterliche Festung

Aigues-Mortes wurde im 13. Jahrhundert durch Ludwig den Heiligen gegründet, um den Handel mit Italien und dem Orient aufblühen zu lassen. Die Stadt verfügte über den ersten Mittelmeerhafen des Königreichs Frankreich und ihre Architektur ist noch heute besonders gut erhalten

Die im Herzen der Camargue im Departement Gard gelegene Stadt Aigues-Mortes hat einen wahrlich mittelalterlichen Festungscharakter, mit ihrem 1 634 Meter langen Festungswall, den befestigten Toren, den zwanzig Türmen und dem Rundgang. Der höchste Turm von Aigues-Mortes ist der Turm Constance, ein ehemaliges Gefängnis mit einer Höhe von 30 Metern, von dessen hoch gelegener Terrasse aus sich ein wunderbarer Blick auf die Weiten der Camargue bietet. Der Name „Aigues-Mortes“ bedeutet tote Wasser. Die Einwohner werden gemeinhin Aiguemortais bzw. Aiguemortaises genannt.

Hauptsehenswürdigkeit ist die vollständig erhaltene Stadtmauer mit dem Wehrturm Tour de Constance. Dieser und andere Türme der Stadtmauer dienten zur Zeit der Hugenottenkriege als Gefängnis für Protestanten. Abraham Mazel, einem Anführer der protestantischen Widerstandsbewegung (Kamisarden), gelang 1705 die unmöglich erschienene Flucht aus diesem Turm.[6] Die durch ihre lange Gefängnisstrafe bekannt gewordene Marie Durand war dort 38 Jahre, von 1730 bis 1768, lang eingekerkert, da sie ihrem protestantischen Glauben nicht abschwor.

Im Inneren des Festungswalls sollte man unbedingt den Platz des Heiligen Ludwig besichtigen mit dem imposanten Springbrunnen, auf dem eine Statue des Heiligen Ludwig errichtet wurde. Der Platz wird von den vielen Terrassen der Restaurants und kleinen Geschäfte belebt.

Die Kirche Notre-Dame-des-Sablons war Ausgangspunkt des siebten und des achten Kreuzzugs. Die Kirche ist ein eher anspruchsloses Bauwerk. Ausgeführt ist sie als eine dreischiffige, gotische Hallenkirche, die nicht eingewölbt ist, sondern von einem offenen Dachstuhl bedeckt wird. Seit 1949 steht die Kirche unter Denkmalschutz, seit 1990 auch wegen eines gallo-römischen Altars, der als Sockel eines Ambos dient.

Das Geläut besteht aus drei Glocken, deren größte hat einen Durchmesser von 1,07 m und stammt von 1740.

https://www.france-voyage.com/frankreich-tourismus/aigues-mortes-1422.htm

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