Unsere ganz besondere Tour de France

Im Juni 2022 schlossen wir uns einer Reisegruppe an, die sich das Ziel gesetzt hatten, in zwei Wochen einmal rund um Frankreich zu fahren und einige besondere Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Genau wie die Tour de France der Radfahrer war uns klar, dass diese Reise keine Erholung werden würde.

Hier die wichtigsten Stationen

Straßburg – sehr französisch aber auch ein bisschen deutsch

Auf der ersten Etappe unserer Tour De France machen wir Halt in Straßburg. Die wechselvolle Geschichte des Elsass und damit der Stadt Straßburg (oder Französisch Strasbourg) erlebt man an jeder Ecke von Straßburg.

Metz – das Herz von Lothringen

Am Abend unseres ersten Tages in Frankreich bei unserer Tour de France entdecken wir auf eigene Faust die Stadt. Unser erster Eindruck ist der Bahnhof von Metz, der zum wiederholten Male als schönster Bahnhof Frankreichs ausgezeichnet wurde. Der Vorplatz wird bewacht von General Charles de Gaulle, den selbst wir sofort erkennen, ohne die Inschrift lesen zu müssen.

Einer der Höhepunkte von Metz ist zweifelsfrei die Kathedrale.

Reims in der Champagne

Reims ist bekannt als Krönungsort der französischen Könige. Das historische Erbe der Stadt ist derart bedeutend, dass gleich zwei Einträge in das Weltkulturerbe der UNESCO erfolgt sind: erstmalig 1991, als die Kathedrale, der Tau-Palast und die ehemalige Abtei Saint-Remi darin verzeichnet wurden, und 2015, als die Anbaugebiete des Champagners samt den dazugehörigen Weinhäusern und Weinkellern in diese Liste aufgenommen wurden. 

Rouen, die historische Hauptstadt der Normandie

Uns faszinierten die engen Gässchen, in denen man sich durchaus verlaufen kann, mit den vielen Fachwerkhäusern und prächtigen Patrizierhäusern. Man nennt sie die Stadt der 100 Kirchtürme. Wir haben sie nicht gezählt, sind aber von den prachtvollen Verzierungen beeindruckt.

Die französische Nationalheldin, Jeanne d’Arc, trifft man hier mehrfach beim Stadtrundgang.

Etretat – Einzigartig auf der Welt

Auf dem Weg zu den Kreideklippen von Etretat laden uns Gebäude ein, sie näher zu betrachten. Hier hat man in den vergangenen Jahren viel investiert, um dem gehobenen Tourismus gerecht zu werden. Man bezeichnet das wohl als „mondänen Charme“. Dem einen oder anderen sieht man allerdings schon an, dass die besten Jahre hinter ihnen liegen.

Pont de Normandie

Die Pont de Normandie ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt. Sie überquert die Seinemündung und verbindet Le Havre (damals Haute-Normandie) auf dem rechten Ufer im Norden mit Honfleur (damals Basse-Normandie) auf dem linken Ufer im Süden. Die Brücke wurde in den Jahren 1988 bis 1994 gebaut und am 20. Januar 1995 eingeweiht.

Bayeux in der Normandie

Bayeux ist eine historisch bedeutsame Kleinstadt in der Normandie. Sie liegt 30 km nordwestlich von Caen unweit der Ärmelkanalküste. Dank ihrer reichen Geschichte verfügt die Stadt über viele Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnend machen.
Leider hatten wir nur begrenzt Zeit, so dass wir nur einen Teil der Sehenswürdigkeiten betrachten konnten.

Saint-Malo, die Korsarenstadt

Von drei Seiten von den Wellen des Atlantiks umspült, macht der innerhalb der Stadtmauern gelegene Stadtkern zusammen mit den Festungsanlagen von Saint-Malo unbestritten  einen der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs.

Mont-Saint-Michel – Klosterfestung am Atlantik

An der Grenze der Normandie und der Bretagne gelegen, bezaubert der Klosterberg Mont-Saint-Michel Reisende aus aller Welt. Der Mont Saint-Michel gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Er bietet seinen Besuchern ein unvergessliches Panorama auf seine Bucht und das Meer und lädt zum Innehalten ein. Es ist nicht verwunderlich, dass der Mont-Saint-Michel auch „La Merveille“ (dt. „das Wunder“) genannt wird.

Chenonceau – das Schloss der Frauen

Immer wieder fasziniert uns die besondere Geschichte von Schloss Chenonceau. Es trägt nämlich den Beinamen „Das Schloss der Frauen“ („Château des Dames“). Seit jeher haben Frauen in der Historie des Schlosses die tragende Rolle gespielt. Es begann mit Catherine Briconnet, der Frau des königlichen Schatzmeisters Thomas Boher. Sie überwachte Anfang des 16. Jh. die Bauarbeiten, weil ihr Mann so selten zuhause war. Später schenkte Henri II. das Schloss 1547 seiner Geliebten Diane de Portiers.

Tours, wo das Leben eine Kunst ist

Tours, heute die Hauptstadt der Touraine, war früher im 15. und 17. Jahrhundert die Hauptstadt des französischen Königreichs. Die Stadt liegt an den Ufern des königlichen Flusses, im Herzen des Loire-Tals und ist  Weltkulturerbe der UNESCO. Sie war Hauptstadt des Reiches von 1450 bis 1550 als die Stadt der Gallier. 

Die Stadt lädt dazu ein, die vielen noch sichtbaren Spuren aus der Vergangenheit zu erkunden. Das sehr belebte Viertel der Altstadt mit ihrem berühmten Platz Plumereau ist das pulsierende Zentrum der Stadt. Dieser von Fachwerkhäusern und Stadtpalästen umrahmte Platz ist eine Fußgängerzone mit vielen Restaurants und Cafés

La Rochelle die weiße Stadt am Atlantik

Hauptstadt der Charente-Maritime, La Rochelle ist berühmt für seinen Alten Hafen (Vieux Port) der wie eine Postkarte ist. Bewacht vom Turm Chaîne und dem Turm Saint-Nicolas. Der Alte Hafen hat zahlreiche Künstler inspiriert.

Chateau de Cognac

In einem Meisterstück der Architektur, dem Chateau de Cognac, wird der Cognac Baron Otard hergestellt. Wir durften die eindrucksvollen Gemäuer ansehen und wurden in die Geheimnisse der Cognac Produktion eingeweiht.

Bordeaux die Hauptstadt edler Weine

Selbst wenn man Frankreich kaum kennt, weiß jeder, dass Bordeaux mit köstlichen Weinen und einer hervorragenden Küche verbunden ist. Wie bei allen Stationen unserer Tour de France hatten wir nur sehr wenig Gelegenheiten, das auszuprobieren.

Medoc, eines der bekanntesten Weinanbaugebiete

Unser Bus fährt uns durch eine weitgestreckte Ebene, in der sich ein Weinberg an den nächsten reiht. Sagt man hier Weinberg? Es sind ja eher Weinfelder oder Weingärten. Zwischendrin erscheinen immer wieder Ansiedlungen. Es ist zu vermuten, dass das die Weingüter sind. Wir sind auf dem Weg zu einem solchen.

Biarritz, die sogenannte elegante Stadt

Biarritz ein gehobener und eleganter Badeort an der Atlantikküste, der im 19. Jahrhundert durch den Aufenthalt der Kaiserin Eugénie berühmt wurde, hat im Laufe der Jahre seinen ursprünglichen Charme bewahren können.

Wallfahrt in Lourdes

Lourdes ist einer der weltweit meistbesuchten Wallfahrtsorte und liegt in Südwestfrankreich nahe der spanischen Grenze.

Vom 11. Februar 1858 an soll der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave de Pau wiederholt die Mutter Gottes erschienen sein. Während einer dieser Visionen legte Bernadette eine Quelle in der Grotte frei, deren Wasser als heilkräftig gilt. Jährlich pilgern vier bis sechs Millionen Besucher nach Lourdes und Tausende nehmen – im festen Glauben an eine mögliche Heilung – Bäder im Quellwasser.

Toulouse – gestern noch Hauptstadt der Westgoten, heute Hauptstadt der Aeronautik

Wir erleben Toulouse auf unserer Fahrt von Lourdes nach Carcasonne. So bleibt ein zeitlich begrenzter Stadtrundgang. Wir sehen eine Stadt, die durch den Fluss Garonne dominiert ist. Wir gehen vom Boulevard de Strasbourg bis zur imposanten Brücke Pont Neuf und sehen großartige Bauten, dem Couvent des Jacobins und wir flanieren ein Stück am Fluss.

Reise in die Vergangenheit in Carcassonne

Vor einige Jahren verschlangen wir die Bücher von Kate Mosse über die Katharer und ihre Kämpfe ums Überleben in Carcassonne. Die Festungsstadt wurde dort so bildlich beschrieben, dass sich bei uns der Wunsch regte, diese Mauern in Natur zu sehen.

Da auf dem Weg unserer Tour de France auch Carcassonne liegt, war das für uns eines der ausschlaggebenden Motive, diese Reise zu unternehmen.

Canal du Midi

Wir verabschieden uns von Carcasonne am Morgen. Wir eilen durch die Stadt zum Fluss. Nur im Vorbeigehen fotografieren wir Skulpturen und erleben einige Bewohner, die ihren Morgenaufgaben nachgehen oder einen Kaffee genießen.

Am Ufer erwarten wir unser Boot, das uns dann ganz gemütlich und entspannt auf dem Kanal bugsiert.

Arles, provenzialisch, römisch, südländisch

Sie ist eine der ältesten Städte. Eine Stadt, für die man sich Zeit nehmen sollte. Wir hatten ca. zwei Stunden für die Stadt. Wir flanierten durch die Gassen des ehemaligen Regierungssitzes von Friedrich Barbarossa und fanden eine Menge Spuren der Vergangenheit

Avignon, Stadt der Päpste

Der große Name mit der bekannten Vergangenheit bewog unsere Reiseleitung, in Avignon einen kurzen Stopp in die Fahrt einzufügen.

Manade: die Stierzucht in Südfrankreich

Stierkampf gibt es nicht nur in Mexiko oder Spanien, sondern auch in Südfrankreich. Wir besuchten eine sogenannte Manade – eine Farm, auf der Stiere für die Stierkämpfe gezüchtet werden.

Im Gegensatz zu den spanischen Kämpfen überlebt der Stier hier. Er kann über mehrere Jahre zum Champion werden.

Aigues-Mortes, die mittelalterliche Festung

Aigues-Mortes wurde im 13. Jahrhundert durch Ludwig den Heiligen gegründet, um den Handel mit Italien und dem Orient aufblühen zu lassen. Die Stadt verfügte über den ersten Mittelmeerhafen des Königreichs Frankreich und ihre Architektur ist noch heute besonders gut erhalten.

Saintes-Maries-de-la-Mer – Fischerkleinstadt mit den weißen Häusern

Mitten im Herzen der Camargue liegt Saintes-Maries-de-la-Mer. Diese Fischerkleinstadt mit den weißen Häusern, ist ein bekannter Wallfahrtsort für die Zigeuner. Die Kirche Notre-Dame-de-la-Mer, die im XII. Jahrhundert gebaut und im XV. Jahrhundert befestigt wurde, hat ein echtes Aussehen einer Festung.

Pont-du-Gard, das meistbesuchte antike Monument in Frankreich

Der Pont-du-Gard, der von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, ist das meistbesuchte antike Monument in Frankreich und eines der am besten erhaltenen römischen Relikte der Welt.

Tour de France – Lyon die 2000 jährige Stadt

Unser Besuch in Lyon startet im Zentrum auf dem Place Bellecour. Er ist mit ca. 62.000 m2 der größte Platz in Lyon. Der Platz war belebt mit mehreren Attraktionen, die zum Sport treiben animieren, wo man einkaufen oder nur zusehen kann. Die Altstadt Lyons und ein Teil der Halbinsel Lyon wurden 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Eine erlebnisreiche Reise geht zu Ende. In 14 Tagen haben wir  ca. 5500km zurückgelegt.

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