11.800 km durch Brasilien

1.Tag: Auf nach Brasilien

Vamos! Auf nach Brasilien! Wir fliegen am Abend von Frankfurt nach Sao Paulo. Den Flug verschlafen wir und werden um 6:30 Uhr mit einem guten Frühstück geweckt. .

Uns erwartet eine (hoffentlich) abwechslungsreiche Rundreise durch ein Land mit vielen Höhepunkten und unterschiedlichsten Eindrücken. Wir haben 14 Tage Zeit, um die ca.11.800 km zu Fuß, mit dem Bus oder Boot und dem Flugzeug zurückzulegen.

2. Tag: Nach Ouro Pretu

Auf dem kurzer Zwischenstopp in Sao Paolo erledigen wir die Formalitäten der Einreise und fliegen weiter nach Belo Horizonte. Schade, dass wir nicht mehr von Sao Paolo sehen. Während der Umsteigezeit auf dem Flughafen lernen wir, wie hier ein Imbiss gekauft wird: In der Auslage eines der Angebote auswählen, zur Kasse gehen, bezahlen, den Bon in Empfang nehmen und dann das Gewünschte am Verkaufsstand abholen. Eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie es geht. Trotzdem muss man sich drei Mal anstellen und dann ist es schwierig, der Kassiererin seine Wünsche klar zu machen, wenn sie kein Deutsch oder Englisch versteht und wir kein Portugiesisch.

In Belo Horizonte steigen wir in unseren Bus um und wundern uns über Weihnachtsmänner auf der Motorhaube eines mobilen Händlers. Weihnachten steht vor der Tür. Allerdings ist uns bei mehr als 25 Grad nicht danach zu Mute.

Unsere erste Station ist eine Kaffeeplantage. Wir werden von ein paar störrischen Rindern begrüßt, die ein Gaucho gekonnt mit seinem Pferd dirigiert. Wir erfahren mehr über den Anbau des Kaffees und können sowohl Blüten als auch reife Bohnen an einem Strauch finden. Hier essen wir auch zu Mittag. Als „Mitbringsel“ kaufen wir frisch gerösteten Kaffee

Belo Horizonte

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 Wir erreichen Ouro Preto (UNESCO-Kulturerbe).

Alte Herrenhäuser, Kirchen und Klöster verschmelzen hier zu einem einzigartigen Barockensemble. Da alles an Berghängen gebaut ist, müssen die Baumeister eine gute Wasserwaage gehabt haben, ansonsten hätten die Gebäude kein Erdbeben überlebt.

Unser Hotelzimmer erstreckt sich über drei Etagen. Wir betreten es in der oberen Etage. Dort befindet sich ein Bett und ein Sekretär. Eine Etage tiefer sind unsere Betten und noch eine Etage tiefer ist das Bad.

Am Abend pilgern wir noch zur Rua Conde. Hier auf dem zentralen Platz finden sich viele ein, um zu schwatzen und so den Abend vorzubereiten. Wir essen in einer Sandwichbar zu Abend. Hier klappt die Verständigung mit zeigen ganz gut.

Vor dem Schlafengehen genießen wir auf der Hotelterrasse noch den Abend bei einem einheimischen Bier.

3. Tag: Goldgräber in Brasilien

Gold und Diamanten heißen die Zutaten, die aus Ouro Preto früher eine der reichsten Städte der Welt machten. Auf dem Rundgang am Morgen begegnet uns überall der Reichtum in den goldverzierten Kirchen im Zentrum wieder.

Die Wohnhäuser sind mit vielen Balkons und teilweise Schnitzereien verziert. Auffällig ist, dass sie keine Schornsteine haben. Offensichtlich muss hier nicht geheizt werden.

Unverwechselbar  die Handschrift des Bildhauers Aleijadinho. Wie besessen erschuf er hier den Himmel auf Erden im schönsten Juwel des Künstlers: der Kirche Sao Francisco. Leider dürfen wir nicht fotografieren. Nebenan bieten Händler Goldschmuck an.

Dann fahren wir zum historischen Mariana.

Auf der Fahrt berichtet uns unser Reiseleiter über den derzeit ziemlich schweren politischen Stand der katholischen Kirche in Südamerika. In den letzten Jahren hat sie viele Anhänger an andere Kirchen und Sekten verloren. Da hier keine Kirchensteuern bezahlt werden und die Kirche keine Unterstützung vom Staat erhält, finanziert sie sich im Wesentlichen durch Spenden und verlangt häufig Eintrittsgelder, wenn man eine Kirche besuchen möchte.

In Mariana wird alles auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereitet. Wir sehen sowohl professionelle Bauarbeiter, die gut gesichert mit einer Hebebühne die Dekoration in der Hauptstraße anbringen als auch drei junge Frauen, die auf einer wackeligen Leiter ihr Geschäft schmücken.

Die gesamte Stadt atmet Historie. Wir besuchen das Rathaus. Der Sitzungssaal mit polierten und mit Schnitzereien verzierten Möbeln und mit rotem Samt bezogenen Stühlen lässt uns die Atmosphäre des vorigen Jahrhunderts ahnen. Anschließend „klettern“ wir hinauf zur Kirche Sao Pedro. Hier haben wir einen tollen Blick über das Städtchen.

Mariana

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Zurück in Ouru Pretu überrascht uns der Reiseleiter mit dem Besuch des ältesten Theaters Amerikas, das heute noch in Betrieb ist. Es wurde 1770 erbaut. Zu unserer Erbauung interpretieren einige Besucher von den Rängen herab das „Girl von Ipanema“.

Ouru Pretu

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Vor unserem Hotel begegnen wir noch einer Gruppe junger Leute, die fröhlich in meine Kamera lachen und sehen einem Hochzeitsfotografen zu.

4. Tag: Deutsche Spuren in Brasilien

Rio, wir kommen! Zunächst auf nach Petropolis. Sattgrünes Bergland kündet das Wochenendparadies der Reichen und Schönen an. Im Zentrum der alten Kaiserstadt entdecken wir, wo Kaiser Dom Pedro II. residierte, Schriftsteller Stefan Zweig seine letzte Heimat und Flugpionier Albert Dumont Inspirationen für seine Erfindungen fand.

Petropolis wurde 1825 als Ort von deutschsprachigen, insbesondere Tiroler Einwanderern, gegründet. 1843 wünschte der brasilianische Kaiser Dom Pedro II dort die Errichtung einer kaiserlichen Sommerresidenz. Der gebürtige Mainzer Julius Friedrich Koeler wurde mit der Planung und dem Aufbau beauftragt.

Die benötigten Handwerker und Straßenarbeiter wurden größtenteils in Deutschland als Kolonisten angeworben. Anhand eines historischen Stadtplans vom September 1846 lässt sich die regionale deutsche Herkunft der Kolonisten durch die Namensgebung der zwölf Koloniequartiere erkennen: Bingen, Ingelheim, Mosel, Nassau, Unter-Rheingau, Mittel-Rheingau, Simmern, Unter-Pfalz, Ober-Pfalz, Westphalen, Castellania und Petropolis. Ebenso an den Plätzen: St. Goar, Wiesbaden und Kreuznach. Bis Dezember 1846 kamen weitere Quartiere hinzu, unter anderem Darmstadt und Worms.

Im September 1846 besuchte Ida Pfeiffer auf ihrer ersten Weltreise als erster ausländischer Gast die junge Kolonie, da deren schnelle Entwicklung in Rio Aufsehen erregte. Sie berichtet, dass die Kolonisten „verschiedene Gattungen europäischer Gemüse und Früchte, die in den tropischen Ländern nur auf einer bedeutenden Höhe gedeihen, für den Bedarf der Hauptstadt“ anbauen. Damals lebten schon 2.101 Siedler in Petrópolis, darunter 1.921 Deutsche, und Ende Dezember 1846 belief sich die Einwohnerzahl bereits auf ca. 2.300 Personen. Heute sind es nahezu 300.000 Einwohner.

1857 wurde der Ort Petrópolis von Kaiser Dom Pedro II zur Stadt erhoben. Zwischen 1894 und 1902 war Petrópolis Hauptstadt des Bundesstaates Rio de Janeiro. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Petopolis).

Wir besichtigen den Kaiserpalast, das Museu Imperial. Es ist das meistbesuchte Museum Brasiliens. Im Inneren ist die Kaiserkrone ausgestellt, mit 639 Brillanten und 77 Perlen geschmückt. Und die goldene Feder, mit der die Kronprinzessin Isabel 1888 das Gesetz unterschrieb, das in Brasilien die Sklaverei abschaffte. Gegenüber dem Museum findet sich die Gemeindebibliothek. Arnold Zweig sei oft in der Bibliothek gewesen. Der damalige Bibliothekar war sein einziger Freund. Wenn man im Gästebuch blättert, findet man einen Eintrag vom 18. November 1941. „Dankbar für die reiche und so gastfreundliche Bibliothek von Petrópolis. Stefan Zweig“. Der Schriftsteller vermachte dem Haus sogar seine Bücher. Doch weder die „gastfreundliche Bibliothek“ noch der deutsche Streuselkuchen oder die frische Bergluft von Petrópolis konnten auf Dauer den Schmerz der Heimatlosigkeit vertreiben. „Ehe ich aus freiem Willen und mit klaren Sinnen aus dem Leben scheide“, so schrieb Stefan Zweig am Tag vor seinem Selbstmord, dem 22. Februar 1942, „drängt es mich, eine letzte Pflicht zu erfüllen: diesem wundervollen Lande Brasilien zu danken, das mir und meiner Arbeit so gute und gastliche Rast gegeben. Mit jedem Tage habe ich dies Land mehr lieben gelernt“. (QUELLE: DIE ZEIT, 7.2.2013 Nr. 07)

Auf dem Weg vom Museum zur Catedral São Pedro de Alcântara begleiten uns Pferdedroschken in der Hoffnung auf Fahrgäste. Bei unserer Reisegruppe haben sie kein Glück.

In der Kathedrale staunen wir, als wir in einem Mosaikfenster die Wartburg erkennen. In Brasilien wird die Heilige Elisabeth ebenfalls verehrt.

Petropolis, die Heilige Elisabeth in der neugotischen Kathedrale

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Auf der Weiterfahrt nach Rio trübt sich das Wetter immer mehr ein. In Rio laufen fast alle mit Regenschirm herum. Am Abend erreichen wir dann die Cidade Maravilhosa – Rio de Janeiro, die wunderbare Stadt. Unser Hotel liegt unmittelbar an der Copacobana, dem legendären Sandstrand in Rio.

Unweit des Hotels gibt es dieses spezielle Restaurant Churrascaria. Hier steht die Frage grüne oder rote Karte? Hunger oder schon satt? wenn der Kellner neben uns steht und saftiges Grillfleisch vom 1 m langen Spieß anbietet. Die leckeren Angebote können wir (fast) nicht ablehnen. Irgendwann müssen wir dann doch unsere rote Karte neben den Teller legen.

Zum Tagesabschluss genehmigen wir uns in der Bar auf dem Dach des Hotels einen Caipirinhia.

5. Tag: Cristo und Samba in Rio

Rio de Janeiro – Cristo und Copacabana. 38 m hoch breitet Christus auf dem Corcovado schützend seine Arme über Rio de Janeiro aus. Zum Schutz der Bewohner hat die Regierung nachgeholfen und wenig zimperlich kriminelle Banden aus den Favelas, den Armenvierteln, vertrieben.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit viel Obst und einheimischen Früchten ruckeln wir mit  der Zahnradbahn, die in der Schweiz gebaut wurde,  ca. 25 Minuten lang zum Cristo hinauf. Unterwegs steigen drei junge Männer ein, die uns ein Stück mit Samba Melodien unterhalten.

Das Wetter meint es hier nicht gut mit uns. Ständig ziehen Nebelschwaden um Cristo herum. Manchmal ist sein Kopf nicht zu sehen. Trotzdem lassen wir uns und viele andere in der Pose von Cristo fotografieren. Manchmal kann man auf der anderen Seite des Tals sogar den Zuckerhut erkennen. Man könnte meinen, es ist ein Vulkan, denn die Wolken bleiben an seinem Gipfel hängen. Die Jachten und Segelboote langweilen sich bei diesem Wetter in der Lagune vor dem Zuckerhut.

Rio, Cristo

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 Für den Strand stärken wir uns zum Lunch in der Confeitaria Colombo (gebaut 1884). Die Ausstattung und der Bohneneintopf Feijoada sind legendär. Auch das Nachtischbuffett ist nicht zu schlagen. Hier erleben wir eine Hochzeit. Die Braut holt extra ihren Bräutigam, um sich fotografieren zu lassen.

Confeitaria Colombo

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 Vor der Confeiteria erwarten uns Regenschirmverkäufer, denn das Wetter hat sich nicht geändert. Wir gehen durch Gassen und einen Park mit mehreren Denkmalen, um dann vor einer Kirche eine Schulklasse aus Bronze zu entdecken. Das Ziel ist die Catedral Metropolitana de São Sebastião. Diese wurde 1979 fertiggestellt. Sie sieht gigantisch aus, denn sie hat im Inneren einen Durchmesser von 96m und eine Höhe von 75m. 5000 Menschen können hier den Gottesdiensten folgen. Wir erleben eine Messe mit Familien, die live im Fernsehen übertragen wird.

Rio de Janeiro, Catedral Metropolitana de São Sebastio

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Uns wurde im Prospekt versprochen, dass in der Stadt die Cariocas, die Bewohner Rios, das Leben feiern, Barmixer an der Copacabana Cocktails zaubern, Sportler und Sonnenanbeter davor in Shorts und Bikini modeln und sich im Wasser tummeln. Leider hat da niemand das Wetter berücksichtigt. Wir finden kaum jemand am Strand. Wegen der Wellen ist auch niemand im Wasser. Wir sind fast die Einzigen, die mal den Fuß in den Ozean halten.

Blick vom Zuckerhut

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 Weil es hier wenig Spaß macht, bummeln wir durch die Straßen hinter unserem Hotel. Hier spricht uns eine junge Frau an, die uns auf die Gefahren der Stadt aufmerksam macht. Ich sollte doch meine Kamera verstecken, meint sie. Vorher kann ich sie noch zu ein paar Porträtaufnahmen überreden.

Am späten Nachmittag klettern wir noch auf das Dach unseres Hotels. Hier sehen wir den wolkenverhangenen Cristo und genießen einen Caipirinhia.

Der Abend hält brasilianische Folklore für uns bereit. Wir erleben ein buntes Feuerwerk von mehr als 150 Darstellern in fantastischen Kostümen. Das kann man nicht beschreiben. Hier muss man sich die Bilder ansehen.

Plataforma Rio de Janeiro

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 6.Tag: Futebol und Zuckerhut

Am siebten Tag erschuf Gott Rio de Janeiro, behaupten die Cariocas. Dabei hat er bestimmt besseres Wetter gehabt. Heute ist es wieder genauso trüb wie gestern. Aber es regnet derzeit nicht. . Das nutzen viele, um auf der Uferstraße Sport zu treiben. Man erzählte uns, dass das die Vorbereitung für den Marathonlauf sei.

Wir fahren 14 km über die Brücke, die die Lagune überquert, bis nach Niteröi und dann in eine Gegend, in der es kaum befestigte Straßen gibt. Wie Brasiliens Nachwuchskicker „futebol“ und die Schule zusammenbringen, darüber sprechen wir mit den Kindern im Projekt Amor as Criancas in Manilha. Alle fiebern schon der WM im nächsten Jahr im eigenen Land entgegen: Zur Vorbereitung auf 2014 wollen sie natürlich auch gleich gegen uns antreten! Diese Fußballschule wird von einem Deutschen betrieben, der vor fünf Jahren aus Schwaben nach Brasilien kam. Sie finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Wir denken, dass diese Fußballschule ein wichtiger Betrag für die Bildung der Kinder ist und ihnen auch eine Zukunft zeigt, für die es sich anzustrengen lohnt.

Futebol in Rio

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Auf dem Rückweg begegnet uns Oscar Niemeyer, oder besser seine Werke. Den deutschen Nachnamen hatte er von seiner Großmutter, deren Wurzeln in Hannover liegen. Niemeyers Hauptwerk dürfte der Entwurf für die öffentlichen Gebäude der brasilianischen Hauptstadt Brasilia (1960) gewesen sein, die er auf Bitten des damaligen Staatspräsidenten Juscelino Kubitschek entwarf. Weitere Arbeiten waren mit anderen Architekten das Hauptquartier der UN in New York und das große Wohngebäude Copan mit mehr als 1160 Wohnungen.

Er hat als Architekt Brasilien geprägt wie kaum ein anderer. Wir besuchen das futuristisch aussehendes Museu de Arte Contemporânea de Niterói, dessen Neigung der Wand zur Neigung des Zuckerhutes passt, und das Teatro Popular, das einer liegenden Gitarre nachempfunden ist.

Oscar Niemeyers Bauwerke in Niteroi

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Mit einer Fähre überqueren wir wieder die Bucht und finden uns in dem Hafen wieder, in dem schon die ersten europäischen Seefahrer angelandet sind.

Der nächste Höhepunkt der Reise ist wie schon mehrfach festgestellt, teilweise von Wolken verdeckt. Mit der Seilbahn geht es fast 400m nach oben auf den Zuckerhut. Die Wolken reißen manchmal auf und dann finden wir gegenüber dem Ausblick Christus und darunter „goldene Strände“, die heute ziemlich grau aussehen, und Rios Häusermeer.

Zuckerhut

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7.Tag: Reise in das 18. Jahrhundert

Was für ein Gegensatz! Eben sind wir noch durch das Labyrinth der Schnellstraßen von Rio gefahren, jetzt durchqueren wir den Küstenurwald. Nur ein Überbleibsel, denn das Tropenholz des südamerikanischen Boomlandes war und ist heiß begehrt! Wie Brasilien trotzdem den Umweltschutz ausbauen will, ist unklar. Die Süddeutsche titelt z.B. „Brasilien holzt wieder ab“ und „An allen Ecken und Enden weicht die brasilianische Regierung den Umweltschutz auf. Das trifft nicht nur das Amazonasgebiet, sondern auch unbekanntere, aber genauso schützenswerte Regionen.“ (https://www.sueddeutsche.de/wissen/umweltschutz-brasilien-holzt-wieder-ab-1.3959425).

Von der Umgebung sehen wir nicht allzu viel, da manchmal dichter Nebel und Regen die Sicht einschränken.

Dann heißt es: Willkommen im 18. Jahrhundert! Kopfsteingepflasterte Gassen und alte Villen versetzen uns am Abend in Parati geradewegs zurück in die Kolonialzeit. Nach dem Einchecken in einer Pousada in Parati erkunden wir den interessanten Ort – leider mit Regenschirm. In einem Laden überrascht uns dann die Vielfalt von Cachaca, dem Zuckerrohrschnaps. Das Abendbrot wird uns in einer Bar mit Lifemusik serviert.

8. Tag: Die grüne Küste

Frühstück im Innenhof gemeinsam mit vielen Vögeln, die hier mit Bananen und anderen süßen Früchten angelockt und verwöhnt werden. Der Tag fängt gut an.

Wir gehen zur Anlegestelle. Heute kreuzen wir mit einem Segelschoner an der Costa Verde und ihren Inseln entlang. Wir landen an einer Insel an und vertreten uns die Beine. Hier gibt es einen Bach, der seine Muster in den Sand malt. Die See ist meist ruhig, einen leichten Lunch gibt es daher an Bord. Der Fisch wird hier an Bord gebraten. Unterwegs halten wir noch an einer Insel, an der unser Kapitän Äffchen mit Bananen anlockt und uns interessante Fotomotive bietet.

Parati ist Hafenstadt und Inselparadies: „Das da ist für dich – Parati.“ Mit diesen spendablen Worten soll Gott einst dem Teufel das Land von Parati geschenkt haben. Doch der freute sich zu früh. Denn mit Gold, Brasilholz, Zucker und Kaffee reich beschenkt, dankten die Menschen nicht ihm, sondern Gott, wie uns die Kirchen im Zentrum (UNESCO-Kulturerbe) eindrucksvoll beweisen. Parati liegt direkt am Meer und leidet von Zeit zu Zeit unter Hochwasser. Insbesondere zum Neumond sollen die Straßen und auch die Kirche unter Wasser stehen.

Da wir uns heute am Abend selbst verpflegen, fällt das Abendessen kleiner und gar nicht brasilianisch aus: wir essen im Subway.

Parati

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9. Tag: Vom Meer zu den größten Wasserfällen der Erde

Am Morgen brechen wir mit dem Bus nach Sao Paulo auf. Der Wecker klingelt um 4:00 Uhr. Auf dem Weg behindern uns viele Baustellen. Alles bereitet sich auf die Fußballweltmeisterschaft 2014 vor. Wir haben schon Bedenken, unseren Flug zu erreichen. In Sao Paolo fahren wir direkt zum Flughafen und sehen sonst nichts Bemerkenswertes. Dann heben wir ab nach Iguazu. Südbrasilien begrüßt uns nach der Landung mit sattgrünen Wäldern und tiefroter Erde. Unser Ziel können wir schon förmlich hören: die Iguazu Wasserfälle (UNESCO-Naturerbe), die größten Wasserfälle der Erde. Ich nutze das Sonderangebot und betrachte die Fälle vom Hubschrauber aus. Einfach umwerfend! Am Abend bummeln wir durch die Hotelanlage, die auch von vielen Vögeln und Waranen bevölkert wird.

Iguazu mit dem Hubschrauber

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10. Tag: Ein Abstecher nach Argentinien

Aus einer Höhe von bis zu 82 m donnern die Iguazu-Wasserfälle vor uns in die Tiefe und erstrecken sich über 25 km. Die eindrucksvollste Bühne für das Naturspektakel steht allerdings in Argentinien. So fahren wir über die Grenze auf die argentinische Seite. Dann zuckeln wir ca. 2 km mit einer Kleinbahn und laufen über Holzstege geradewegs zu den besten Logenplätzen für die Bewunderung von Teufelsrachen und anderen klangvollen Wasserspielen. Unterwegs laufen und fliegen uns eine Menge Tiere vorbei. Die Schmetterlinge lassen sich ja einfach fotografieren, wenn sie sich irgendwo hingesetzt haben. In eine Cafeteria scheint sich ein Nasenbär zwischen den Gästen ganz wohl zu fühlen. Wir hören schon die Wasserfälle, als uns im flachen Wasser ein Krokodil anschaut. Beeindruckend sind dann die nach unten donnernden Wassermassen. Wir gehen an dem oberen Rand der weitläufigen Wasserfälle entlang und sind immer wieder von den Anblicken überrascht.

Iguazu in Argeninien

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11.Tag: Iguazu auf Brasilianisch

Am Morgen überrascht uns das Wetter mit einem kleinen Gewitter. Wir hoffen, dass alles vorüber ist, wenn wir heute den Wasserfall auf der brasilianischen Seite besuchen.

Im Dunst des Sprühnebels tanzen bunte Schmetterlinge. Ein Baum und ein Felsen ragen zwischen den Wasserfällen auf der brasilianischen Seite hervor. Wir ziehen Regencapes an, denn bei dem Sprühnebel ist man im Handumdrehen durchnässt. Beim Mittagessen mit Blick auf den Fluss sehen wir die Besucher auf der argentinischen Seite.

Iguazu in Brasilien

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Am Nachmittag geht’s zum Flughafen Am Abend erreichen wir Brasilia mit einer Zwischenlandung in Curitiba. Selbstbewusst wirft sich Brasiliens Hauptstadt in Schale. Symbol für ein Land im Aufbruch – neues Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

12.Tag: Brasilia – die futuristische Hauptstadt

Brasilia, die futuristische Hauptstadt Brasiliens. In nur vier Jahren stampften die Architekten Lucio Costa und Oscar Niemeyer Brasilia (UNESCO-Kulturerbe) aus dem Boden! Um Ideen waren die beiden Le-Corbusier-Schüler nicht verlegen, wie die City-Tour uns zeigt.

Am Vormittag erkunden wir die nähere Umgebung vom Hotel auf eigene Faust und stellen fest, dass es hier breite Straßen aber keine Fußwege gibt. Da hat Niemeyer vermutlich nicht daran gedacht.

Brasilia

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Gewagt ragen die Bauten im Regierungsviertel in die Höhe. Wir dürfen einen Blick in den Plenarsaal werfen und sehen einen kleineren Konferenzraum. Interessant finden wir auch die Bilder im Foyer, die u.a. die Architektur des Gebäudes interpretieren.

Brasilia, Nationalkongress

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Als wir in den Bus einsteigen, beginnt es wieder zu regnen. Hier beobachten wir einige Sprinter, die sich vor dem Regenguss retten wollen. Der Regen an den Scheiben des Busses verzerrt die Landschaft. So ergeben sich noch einige interessante Aufnahmen von Gebäuden.

Weiter fahren wir zum nächsten Meisterstück der Kunst von Niemeyer. Die Kirche Igreijha Nossa Senhora De Fatima ist heute Kulisse einer Fotosession.

Fotoshooting bei Our little church Fatima Lady Braslilia

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Wir erreichen die Blaue Kirche Santuario Dom Bosco, die vermutlich durch die vielen blauen Glassteine den Himmel darstellen soll.

Brasilia, Santuário Dom Bosco

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Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des Nationalmuseums. Hier dürfen die Besucher sich selbst an Kunstwerken versuchen, indem sie mit bunten Steinen Figuren auf dem Fußboden zusammensetzen.

Nationalmuseum Brasilia

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Gläsern und geschwungen erhebt sich die Kathedrale vor unseren Augen. Zeichen einer selbstbewussten Nation, die unter Präsidentin Dilma Rousseff zusammen mit den anderen BRICS-Staaten den strauchelnden Euro- und Dollar-Volkswirtschaften Paroli bietet. Niemeyer hat mit seinen Entwürfen die Dornenkrone Jesus als Kathedrale, den Kelch als Glockenturm und die Hostie als Taufkapelle realisiert. In der Kirche finden offensichtlich die Vorbereitungen zu einer Hochzeit statt. Nur so sind die festlichen Kleider der Besucher zu erklären.

Brasilia, Catedral Metropolitana de Bradilia

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Unweit unseres Hotels finden wir eine ein Einkaufscenter mit einer Reihe von weihnachtlich geschmückten Geschäften. Sogar der Weihnachtmann und das Christkind posieren mit Kindern vor den Kameras der Besucher.

Weihnachtsvorbereitungen in Brasilia

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Am Abend fliegen wir in den Urwald nach Manaus und müssen die Uhr um 2 Stunden zurückstellen.

13. Tag: In den Dschungel

Auf dem Weg vom Hotel zur Schiffsanlegestelle passieren wir den Gemüse- und Fischmarkt. Ich muss gestehen, eine solche Sauberkeit habe ich nicht erwartet und der typische Geruch von Fischmärkten ist hier überhaupt nicht zu finden.

Markt in Manaus

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Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Sie liegt an der Mündung des Rio Negro in den Amazonas. In der Zeit zwischen 1870 und 1910 wurde die Stadt durch den Kautschukboom bekannt, da die Region lange Zeit der einzige Lieferant von Kautschuk war. Die Stadt ist nur über den Luft- oder Wasserweg erreichbar. Die Schiffsanlegestelle ist mit unseren Busbahnhöfen vergleichbar. Genauso ein Gewimmel entsteht hier, wenn ein Boot ankommt oder ablegt. Unsere Expedition in den Regenwald beginnt.

Mit dem Schiff steuern wir den Encontro das Aguas an. Wie Milch im Kaffee vermischen sich hier der gelbliche Solimoes und der dunkle Rio Negro zum Amazonas. Am Ufer beobachten wir einige Fischer, wie sie ihre Netze auswerfen und auf dem Wasser begegnen uns viele Boote. Wasser ist hier die Straße. Links und rechts sehen wir den teilweise undurchdringlichen Urwald und eine Reihe von Wasservögeln. Feste Häuser gibt es am Ufer gar nicht. Meist stehen die Hütten am oberen Ende der hohen Uferböschung oder auf hohen Stelzen. Das ist erforderlich, weil sich der Wasserspiegel des Amazonas im laufe des Jahres um mehrere Meter verändert. Die Bootsanlagestellen schwimmen auf Kanistern. Auch ein schwimmendes Dorf sehen wir am Ufer. So verwundert es auch nicht, dass wir manchmal nur die oberen Enden der Bäume sehen, weil weite Teile überschwemmt sind. Wir erleben gerade eine Zeit mit hohem Pegelstand. Das hat den Vorteil, dass wir mit unserem Schiff direkt bis zur Lodge fahren können. So vermeiden wir den angekündigten Umstieg auf Schlauchboote für die letzten Kilometer. Kurz vor der Ankunft überrascht uns ein heftiger Regenguss und lässt die weiter weg liegenden Bäume im nebligen Dunst verschwinden.

Unsere Lodge „Amazone Village“ besteht aus einem Haupthaus, eigentlich nur ein großes mit Schilf gedecktes Dach. Auf die Wände kann man hier bei diesen Temperaturen getrost verzichten, und kleineren Bungalows für je zwei Personen.

Nach dem Check-in und Einzug in unseren Bungalow durchqueren wir zu Fuß den Dschungel. Das dichte Dach der Baumkronen taucht die Trampelpfade in geheimnisvolles Halbdunkel. Wir wandern durch ein kleines Dorf neben unserer Lodge. Die Bewohner sehen uns freundlich entgegen, Verena findet Interesse an Souvenirs, die meist als „handmade“ ausgezeichnet sind und in einem kleinen Laden angeboten werden. Leider hat das „Amazon Hard Rock Cofee“ geschlossen. Es besteht offensichtlich nur aus einer ca. 8 Quadratmeter großen Hütte.

Nach Amazon Village

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Nachts gibt es die einzige Möglichkeit, die Babykaimane in den kleinen Buchten und Verzweigungen des Nebenflusses des Amazonas zu beobachten. So unternehmen wir eine Bootstour durch den nächtlichen Urwald. Auf dem Rückweg leuchteten die Augen der erwachsenen Kaimane im Taschenlampenlicht am Ufer. Kurz vor dem Ziel holte uns das Pech ein. Die Schiffschraube des Außenborders verfing sich in einem Fischernetz. Um uns zu befreien musste der Bootsführer ins Wasser klettern. Wir bangten mit ihm, dass der Kaiman, den wir fünf Meter vorher gesehen haben, nicht unsere Richtung einschlägt. Da die Stromversorgung durch einen Generator erfolgt, gibt es nach 10 Uhr abends kein Licht in unserem Bungalow und wir müssen uns auf eine Kerze verlassen. Die „Straßenlampen“ sind Fackeln am Wegrand Wir sind bei Kerzenschein glücklich in unser Bett geklettert. Das Moskitonetz hält uns weitere Plagegeister ab.

14. Tag: Natur erleben

Am nächsten Morgen gibt es frisch gebackenes Brot. Dann brechen wir auf, um die Geheimnisse des Urwaldes zu erkunden. Wir bewundern Kakaobäume, wo die Blüten und Kakaobohnen direkt am Stamm wachsen und viele unterschiedliche Tiere, die sich so schnell nicht vor uns verstecken können, wie z.B. Raupen, Käfer und Larven. Unser Ranger hat den Mut, mit einem Stock eine richtig große Vogelspinne aus ihrem Bau zu locken. Man sieht ihr es an, dass ihr das heftig missfällt und so nimmt jeder Abstand von ihr. Für uns ist es ein gutes Fotomotiv.

Über Jahre setzte sich Ökoaktivist Chico Mendes für den Schutz dieses Biosystems ein, bis er 1988 von einem der Mächtigen erschossen wurde. Paul McCartney und der mexikanischen Band Mariä war seine Geschichte eine eigene Hymne wert.

Der Höhepunkt unseres Ausfluges sind die Faltkünste unseres Rangers, der für die Frauen aus Palmenblättern Kronen bastelt und sie zu Dschungelköniginnen krönt.

Im Urwald

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Nach dem Mittag machen wir Siesta in unserem Bungalow. Da „grummelt“ es am Himmel und kurze Zeit später schüttet es wie aus Eimern. 15 Minuten später ist alles vorbei und die Sonne erscheint wieder.

Am Nachmittag geht es zum „Überlebenstraining“. Unser lokaler Reiseleiter erklärt uns, was hier im Urwald zu unterlassen ist und worauf man achten muss, um hier zu überleben. Wichtig ist, nicht die Richtung zu verlieren, wenn man ohne Kompass unterwegs ist. Interessant sind die Erklärungen über die Apotheke Urwald. Viele Pflanzen enthalten Stoffe, die gegen Krankheiten verwendet werden können. Der Ausflug wird durch einen weiteren Regenguss abrupt unterbrochen.

Den Abend genießen wir das Grillbüfett und genehmigen uns einen Drink in der Lobby Bar.

15.Tag: Europäischer Luxus im Urwald

Heute kehren wir nach Manaus zurück. Um 5:00 Uhr klingelt der Wecker. Der Rückweg mit dem Boot ist genauso interessant wie der Hinweg. Von Ferne sehen wir im Amazonas noch die berühmten Süßwasserdelphine.

Am Anleger steigen wir in einen Bus um. Da erwartet uns die Anzeige der Außentemperatur von 50°C. Im Schatten des Urwaldes war es angenehmer.

Eine Oper mitten im Regenwald! Italienischer Marmor, Edelhölzer und riesige Kristalllüster wurden hier in Zeiten des Kautschukbooms zu einem europäischen Luxustempel vereint und am 31. 12 1896 eingeweiht (https://de.wikipedia.org/wiki/Teatro_Amazonas). Die Kacheln, mit denen die Kuppel außen gedeckt wurde, sind aus Deutschland importiert. Im Inneren wurde großen Komponisten und Dichtern am oberen Abschluss der Säulen kleine Denkmale gesetzt. Wir entdecken Goethe, Lessing, Rossini, Schiller, Mozart und andere.

Teatro Amazonas Manaus

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Dann geht es in den Flieger und auf nach Salvador. Bei der Zwischenlandung in Brasilia stellen wir die Uhr wieder um 2 Stunden vor und dann in Savador nochmals um eine Stunde.

Ob Samba, Salsa oder Sonne – hier in Salvador werden alle Klischees auf schönste Art wahr. Passend zum allgemeinen Lebensgefühl beziehen wir unser letztes Hotel der Reise direkt am Strand.

16.Tag: Brasilien wie aus dem Bilderbuch

Salvador – exotisch, magisch, einzigartig. Salvador steckt voller Geheimnisse und Entdeckungen. Tropische Traumstrände, 365 Kirchen, zahlreiche Kulte und eine der vielseitigsten Musikszenen des Landes – ein temperamentvoller Mix, dem man sich kaum entziehen kann.

Salvador Basilica de N. Sr. do Bonfirm

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Auf dem Weg in die Altstadt umkreisen wir mit unserem Bus einen der neuesten Bauten der Stadt: das Fußballstadion. Hier werden die letzten Handgriffe angelegt, damit Brasilien zur Fußballweltmeisterschaft glänzen kann.

Der nächste Stopp ist am Hafen. Hier findet man noch die Verteidigungsbauten der Piratenzeit an der Einfahrt zum Hafen. Andere markante Bauten, die meist schon bessere Zeiten gesehen haben, sind trotzdem noch beeindruckend. Mit einem Aufzug geht es nach oben. Dort streifen wir durch die Stadt am Barbaratag. Da zieht sich jeder der kann, etwas Rotes an. Der Duft von Palmöl und Weihrauch und Trommelklänge locken uns in die Altstadt Pelourinho (UNESCO-Kulturerbe). Frauen schwingen in bunten Röcken die Hüften und werden von einem Trommelorchester begleitet. Die Röcke sind mit Drahtgestellen unglaublich weit ausladend und benötigen somit mehr als die Fußwegbreite. Heute am Barbaratag scheint die gesamte Stadt auf den Beinen zu sein. Afrikanische Kulte wie Candomblä und Macumba vermischen sich bis heute mit dem Christentum.

Salvador

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Wir entdecken die „goldigste“ Glaubensversuchung, die Salvador zu bieten hat – die Kirche des Heiligen Franziskus. Unglaublich die Pracht.

Kirche des Heiligen Franziskus

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Unsere letzte Station ist das Nautische Museum an der äußersten Klippe der Stadt. Das ist in einer alten Festung untergerbracht. Leider ist es nicht geöffnet. Die Klippe zieht auch viele Einheimische an. Wir genießen die Atmosphäre. Abends versüßen wir uns den Abschied beim gemeinsamen Dinner mit Blick auf den Strand.

Bahia Nautico Museum Salvador

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16. Tag: Zück nach Hause

Den Vormittag verkürzen wir mit einem Spaziergang am Atlantik. An Baden ist wegen des Wellengangs und der starken Strömung nicht zu denken. Am Nachmittag fliegen wir nach Sao Paulo und am Abend zurück nach Frankfurt.

Nach unseren Aufzeichnungen legten wir ca. 11.822 km zu Fuß, mit dem Boot, Bus und Flugzeug in Brasilien zurück.

Anmerkung: Einige Textpassagenwurden der Beschreibung des Reiseveranstalters entnommen (https://www.studiosus.com/Brasilien/).