Mit der Kutsche zum Horus Tempel

Am Anlegesteg unseres Schiffes  warten die Kutscher mit einer Nummer in der Hand auf ihre Passagiere. Die Pferde sind das Warten offensichtlich gewohnt. Sie dösen in der Morgensonne vor sich hin, um dann später mit vollem Elan den Weg zum Tempel zu erstürmen. Die Kutscher spornen sie dabei noch an und es wird fast ein Wettrennen der Kutschen. Vermutlich erwarten die schnellsten, dass bei ihnen das Trinkgeld besonders hoch ist.

Vor dem Tempel ist ein großer Platz als „Bahnhof“ für die Kutschen eingerichtet. Durch das trockene Wetter und die rasante Fahrweise wird ordentlich Staub aufgewirbelt, der sich am Platz vor dem Tempel langsam niedersetzt. Die Kutschen parken unter Schilfdächern, die auch die Pferde vor der Sonne schützen. Solange wir den Tempel besichtigen, vertreiben sich die Kutscher die Zeit mit Rauchen und Unterhaltungen.

Die Rückfahrt ist dann gemütlicher. Hier weist uns unser Kutscher auf unterschiedliche Sehenswürdigkeiten hin, wie der Eingang zu einer Christlichen Kirche, das Minarett einer Moschee oder die Verkaufsstände am Straßenrand.

Ein Abendspaziergang in El Minya

Al-Minya ist die Provinzhauptstadt des Gouvernements al-Minyā in Mittelägypten. Die Stadt liegt 250 km südlich von Kairo am westlichen Ufer des Nil und hat etwa 220.000 Einwohner.

Wir konnten hier am Abend durch die Altstadt in Begleitung bummeln.

Abends am Strand in Salvador

Dornenkrone, Hostie und Kelch in der Architektur

Sturm an der Copacobana

Petropolis – Eine deutsche Enklave in Brasilien

Auf unserer Fahrt von Ouro Pretu nach Rio de Janeiro machten wir eine Pause in Petropolis. Petropolis liegt ca. 60 Kilometer nördlich der Stadt Rio de Janeiro in der Serra dos Órgãos auf einer Höhe von 838 m über dem Meeresspiegel.

Petropolis wurde 1825 als Ort von deutschsprachigen, insbesondere Tiroler Einwanderern, gegründet. 1843 wünschte der brasilianische Kaiser Dom Pedro II dort die Errichtung einer kaiserlichen Sommerresidenz. Der gebürtige Mainzer Julius Friedrich Koeler wurde mit der Planung und dem Aufbau beauftragt.

Die benötigten Handwerker und Straßenarbeiter wurden größtenteils in Deutschland als Kolonisten angeworben. Anhand eines historischen Stadtplans vom September 1846 lässt sich die regionale deutsche Herkunft der Kolonisten durch die Namensgebung der zwölf Koloniequartiere erkennen: Bingen, Ingelheim, Mosel, Nassau, Unter-Rheingau, Mittel-Rheingau, Simmern, Unter-Pfalz, Ober-Pfalz, Westphalen, Castellania und Petropolis. Ebenso an den Plätzen: St. Goar, Wiesbaden und Kreuznach. Bis Dezember 1846 kamen weitere Quartiere hinzu, unter anderem Darmstadt und Worms.

1857 wurde der Ort Petrópolis von Kaiser Dom Pedro II zur Stadt erhoben. Zwischen 1894 und 1902 war Petrópolis Hauptstadt des Bundesstaates Rio de Janeiro. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Petropolis)

Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig verlebte seine letzten Lebensmonate in Petropolis. Als Jude emigrierte er über London und New York nach Brasilien. Im Haus, in dem er sich 1942 das Leben nahm (Casa Stefan Zweig), wurde im Juni 2012 ein Museum eröffnet. Auf dem Cemitério Municipal, dem städtischen Friedhof, befindet sich das Grab von Stefan Zweig.

Wir konnten den Sommerpalast besichtigen – leider war das Fotografieren nicht erlaubt. Einer der Höhepunkte in der Ausstellung ist die goldene Feder, mit der Isabella, die Tochter von Petro II, das Dokument zur Abschaffung der Sklaverei in Brasilien unterschrieb. Das Wetter verhinderte dann einen ausgedehnten Bummel durch den Park am Sommerpalast. Um so interessanter war der Besuch der neugotischen Kathedrale. Dort trafen wie die Heilige Elisabeth von Thüringen und die verschneite Wartburg als Fensterbild.

Brasilien, die blaue Kirche in Brasilia

Das Santuário Dom Bosco (wir nannten sie die „blaue Kirche“) ist eine in der Hauptstadt Basilien, in Brasilia im Quadra 702 Sul gelegene, einschiffige Kirche, die dem Schutzheiligen der Stadt Johannes Bosco (portugiesisch João Bosco) gewidmet ist.

Wir besuchten die Kirche insbesondere wegen seiner einmaligen Innenansicht. Die effektvolle Beleuchtung wird durch die Verwendung von in 12 verschiedenen Farbtönen (blau bis purpur) gehaltenen Glasbausteinen erzielt, diese sollen den klaren Sternenhimmel symbolisieren. Besonderer Blickfang ist ein an Stahlseilen aufgehängter Kristalllüster aus 7.400 Einzelteilen aus Murano-Glas, der eine Höhe von etwa drei Metern besitzt. Das acht Meter hohe Kruzifix wurde von Gotfredo Thaler gestaltet; die Bronzetüren mit Szenen aus dem Leben Don Boscos stammen von Siron Franco.

Die Kirche wurde 1963 nach einem Entwurf von Carlos Alberto Naves errichtet.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Santu%C3%A1rio_Dom_Bosco)

Kreta Das Kloster der Erscheinenden Gottesmutter

Für unseren Familienurlaub in diesem Jahr buchten wir ein Hotel in Malia in Kreta. Malia scheint nur für die Touristen eingerichtet zu sein. Boutiquen reihen sich an Souvenirläden, Supermarkets und Restaurants. Der Strand ist von vielen Hotels bebaut. Unser Hotel, das Alexander Beach, bietet alles, was ein Badetourist erwartet: Feiner Sandstrand, mehrere Pools, Restaurants und Bars. Das Frühstücks- und Abendbuffet ist sehr vielseitig, alles was das Herz begehrt. Da bleiben kaum Wünsche unerfüllt.

Nach zwei Tagen verlangen wir nach Abwechslung. So mieten wir ein Auto und erkunden die Umgebung. Eines der Ziele, die wir uns aussuchen, ist das Kloster der Erscheinenden Gottesmutter (Holy Monastery of the All-Holy Virgin Faneromeni of Ierapetra).

In vielen Serpentinen klettern wir mit unserem Fiat auf eine Höhe von 450 m. Während der Fahrt beeindruckt uns immer wieder das Panorama der Berge mit dem Meer im Hintergrund. Wir erreichen das Kloster, das sich an den Felsen wie eine Festung schmiegt.

Eines der wichtigsten Klöster in der Geschichte Kretas ist das Kloster der Erscheinenden Gottesmutter, das am Berghang über der minoischen antiken Stadt Gournia gebaut wurde und deshalb auch mit dem Namen Panagia (Gottesmutter) Gournion bekannt ist. Das ursprüngliche Gebäude des Klosters stammt höchstwahrscheinlich aus der zweiten byzantinischen Epoche (961-1204 n.Chr.). Das Kloster wurde später angebaut und seine Festungsarchitektur verweist auf das 16. Jahrhundert. Das Katholikon, das sich in einer Höhle befindet, ist dem Entschlafen der Hl. Gottesmutter Maria und der Lebensspendenden Quelle (Zoodochos Pege) geweiht. Das Kloster ist bekannt durch die heilige Quelle (life-giving spring), die in einer Höhle unter einem überhängenden Felsen von einem Hirten entdeckt wurde. Der Hirte soll seinen Leithammel verloren haben und suchte ihn. Er kletterte über einen abgebrochenen Felsen, von dem Wasser floss, und fand die Ikone der Theotokos (Gottesmutter). Er nahm die Ikone mit. Am nächsten Tag kletterte er wieder zu dem Felsen und fand die Ikone am alten Platz. Das wiederholte sich mehrmals. Aus diesem Grund wurde hier das Kloster begründet.

Wegen seines festungsartigen Charakters fanden hier kretische Revolutionäre während der venezianischen und türkischen Eroberungen Unterschlupf.

Seit frühester Zeit feierte man hier am 15. August das Fest Mariä Himmelfahrt. Das Wunder der erscheinenden Gottesmutter ist in Kreta und insbesondere in Lasithi und der Provinzen Pediada und Viannos bekannt. Deshalb ist der August einer der größten Pilgerzeiten in Ostkreta. In der Broschüre „Pilgrimage Guide“ des Klosters wird von vielen Wundern berichtet, die in diesem Kloster stattgefunden haben. Insbesondere sollen viele Menschen mit dem heiligen Wasser von ihren Leiden geheilt worden sein.

Das Tor steht offen als wir die letzten Meter vom Parkplatz nach oben klettern. Vor dem Tor sitzt ein Mann mittleren Alters und scheint auf uns zu warten. Ich frage ihn, ob ich denn in das Kloster hineingehen könnte. Er nickt mir freundlich zu und geht voran. Der Innenhof wird begrenzt von weiß getünchten Mauern der Gebäude. Ein Tisch mit Bänken wird beschattet von einem üppigen Baum. Das Kloster besteht aus Gebäuden, die sich in mehreren Etagen an die Felsen anschmiegen. Wir steigen zwei Etagen nach oben. Dort schließt mir mein Führer eine Tür auf, die in das Katholikon führt, das in eine Höhle eingebaut ist. Die heilige Quelle befindet sich neben der Höhle mit dem Altar in einem weiteren Raum. Ich darf zwei Kerzen anzünden und erhalte zwei Fläschchen mit dem heiligen Wasser und Öl des Klosters.

Brasilien Folklore

Mehr als 150 Künstler zaubern ein Feuerwerk aus fantanstischen Kostümen, akrobatischen Einlagen und Tänzen auf die Bühne. Lassen Sie sich von den Bildern beeindrucken