Tag 3 Mt. Everest, Dakshinkali und Patan

Flughafen

Der Wecker klingelt 4.45 Uhr, wir sind noch sehr müde. Draußen schläft noch alles. Nach dem Frühstück geht es pünktlich 6.00 Uhr in Richtung Flughafen. Vorher können wir noch ein schauerlich schönes Schauspiel beobachten. Die nepalesischen Raben verlassen ihre Schlafplätze, große Bäume in der Nähe des Hotels, Hitchcock lässt grüßen.

Dakshinkali

Nach der Landung machen wir einen kleinen Zwischenstopp, dann fahren wir entlang der Parpingstrasse in Richtung Dakshinkali. Wir fahren auf einer erst mal asphaltierten Straße entlang des Bagmati weiter auf Serpentinen bergan. Wir schauen in steile Abhänge, die Chobar-Schlucht, und die Straße wird immer schlechter. Es ist eine wunderschöne Landschaft, auf die wir da schauen.

Auf dem Berg in 1580 m Höhe angekommen, gehen wir zu Fuß zum größten und wichtigsten Heiligtum der Kaligöttin in Nepal, Dakshinkali. Diese Kultstätte zählt zu den wichtigsten des Kathmandutales und ist vor allem aufgrund der blutigen Opferriten ein bevorzugtes Ziel für Touristen.

In einem aus Schlangenleibern geformten Tor nimmt das schwarze Bildnis der Dakshinkali („südliche Kali“) den zentralen Platz ein. Sie wird hier als Bewacherin des südlichen Zugangs zum Kathmandutal bereits seit dem 14. Jh. verehrt und steht zusammen mit Durga, als deren grausame Erscheinungsform sie gilt, bis heute im Mittelpunkt des Dasain-Festes im Oktober. Etwas oberhalb liegt ein kleiner, der Mutter Kalis geweihter Tempel.

Nach dem Besuch fahren wir weiter in Richtung Patan.

Godavari

Es gibt noch einen kleinen Zwischenstopp in Godavari, das auf knapp 1.500 m liegt.

Patan

Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen wir Patan. Wir essen in einem kleinen Restaurant in einem Haus, in dem mehrere Restaurants in verschiedenen Etagen übereinander liegen. Es gibt Gemüse und Obstsalat, danach Vorsuppe, dann Chickenschnitzel mit Gemüse und Reisbrei und Pommes, dann Nudeltaschen – Momos – mit Currytipp, einmal gefüllt mit Fleisch und dann mit Gemüsefüllung. Als Nachtisch essen wir gebratene Bananen. Es schmeckt alles sehr lecker und jetzt sind wir mehr als satt.

14.00 Uhr gehen wir in Patan in Richtung Palastviertel zu Fuß. Interessant sind die Häuser, an denen wir vorbei gehen. Die mehrstöckigen Gebäude sind mit Schnitzereien und teilweise sehr bunt gestalteten Türrahmen verziert.

Patan ist die zweite Königsstadt im Kathmandutal, die wir uns ansehen. Es ist atemberaubend, was wir da alles sehen, die Exotik, die Schnitzereien, die vielen verschiedenen Tempelanlagen am Durbar Square und die unterschiedlichen Menschen.

Der Goldene Tempel in Patan

In einer kleinen engen Gasse, ganz unscheinbar bewachen zwei Steinlöwen einen Durchgang. Dahinter verbirgt sich das bis ins 15. Jh. zurück reichende Kloster Kwa Bahal, das einst den tibetischen Handel beherrschte und den dabei erworbenen Reichtum vornehmlich in seine Ausgestaltung steckte.

Wir beobachten Frauen beim Reis sortieren, reinigen und ausbreiten. Alles zwischen den Tempeln.

Wir werden ständig von Souvenirjägern belagert und zum Kaufen animiert. Ich kaufe dann völlig entnervt eine Mandalakette von einem kleinen Mädchen für 200 nepalesische Rupien. Da hat sie ihren Tagesumsatz doppelt und dreifach erzielt.

Wir fahren zum Hotel und bereiten uns auf das Abendessen vor. Wir lassen den Tag Revue passieren und sind froh, diese Reise gemacht zu haben. Wenn es doch bloß nicht so viele Götter und Könige bzw. Mallas geben würde. Noch dazu kann man die Namen nicht richtig aussprechen, geschweige denn schreiben.