Terror an den Pyramiden

Vor der Abreise zu unserer Ägypten Nilkreuzfahrt stellten uns einige Bekannte schon mal die Frage, ob wir wüssten, worauf wir uns da einlassen würden. Seit mehr als 10 Jahren findet man in der Presse immer wieder schlimme Nachrichten über Terrorismus gegenüber Urlaubern im Ägypten.

Auswärtiges Amt

Das Auswärtige Amt veröffentlicht regelmäßige Reisewarnungen und weist immer wieder auf den Terrorismus hin. Unser Reiseveranstalter versicherte uns im Vorfeld, dass alles für unsere Sicherheit während der Reise getan wird. Nach den Aussagen unseres Reiseleiters an Bord des Schiffes hat der ägyptische Reiseveranstalter in Berlin die entsprechenden Maßnahmen für unsere Sicherheit erläutern müssen, bevor er die Freigabe für die Reise erhalten hat.

Wie haben wir das erlebt?

Insbesondere in den Bereichen, wo nicht so häufig Touristen entlangkommen, war eine deutliche Präsenz der Polizei spürbar.

In Sichtweite unseres Schiffes begleitete uns sehr oft ein Polizeiboot. Manchmal als solches erkennbar, manchmal nur ein Schlauchboot.

Die vierstündige Fahrt mit dem Bus durch die Wüste von Assuan nach Abu Simbel unterlag offensichtlich einigen Restriktionen. Vor der Einfahrt in die Wüste mussten wir fast eine Stunde vor einem Kontrollposten warten. Das Halten in der Wüste war nur an einer Raststätte erlaubt. Im Reisführer stand, dass dort Kolonne gefahren werden muss, was offensichtlich bei uns gelockert wurde.

Die Ausflüge mit den Bussen waren dann schon gut gesichert. Vornweg fuhr ein Polizeimotorrad mit Rundumleuchte, gefolgt von einem überdachten und teilweise gepanzerten Pick Up mit vier Mann auf der Ladefläche. Unmittelbar vor den Bussen folgte dann ein PKW der Polizei. Die Kolonne schlossen zwei Pick Up und zwei Allrad-SUV ab.

Bei den Besichtigungszielen schwärmten unsere Beschützer aus und „umstellten“ die Sehenswürdigkeiten. Allein schon die Ausrüstung war abschreckend: Schwarz gekleidet mit Stahlhelm, schusssicherer Weste und Schnürstiefel. Bewaffnet waren sie mit Pistolen und Maschinenpistolen Zu ihrer eigenen Sicherheit trugen diese Bewacher noch eine Maske.

Bei einigen Besichtigungen sahen wir auch Männer in der traditionellen Kleidung mit älteren Gewehren bewaffnet. Einer dieser Herren zeigte mit großem Stolz sein Gewehr. Ich habe leider keine Ahnung von Waffen. Dieses Gewehr sah aber aus, als hätte bereits Lorenz von Arabien damit gekämpft.

Bei unserem Abendspaziergang durch El Minya waren wir umringt von bewaffneten Zivilisten. Das war am Anfang schon ein wenig komisch. Die Ägypter störten sich allerdings gar nicht darum und riefen „Welcome“ und nachdem sie erfahren haben, dass wir aus Deutschland kommen, hörten wir auch „Willkommen“. Zum Ende des Ausflugs haben wir unsere Bewacher gar nicht mehr wahrgenommen.

Schlussfolgernd können wir feststellen, dass Ägypten die Sicherheit der Touristen sehr ernst nimmt und scheinbar wird das von der Bevölkerung unterstützt.

Polizeipräsenz zu unserer Sicherheit

Hier gibt es einige Bilder

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