Myanmar

Die umfassende Reise mit Goldenem Felsen

Eines der reizvollsten Länder der Welt befindet sich im Umbruch. Myanmars Demokratie scheint sich zu festigen, seit Kurzem regiert Aung San Suu Kyi mit ihrer Partei, der Nationalen Liga für Demokratie. Das Land erwacht aus dem Dornröschenschlaf und öffnet sich immer mehr dem Tourismus. Die wunderbaren Menschen des Landes haben nun eine echte Zukunft. Auf dem Platz der Wunscherfüllungen und am Inlesee begegnen wir der Seele des buddhistischen Landes und entdecken gewaltige Königsstädte, geheimnisvolle Tempelfelder und den legendären Fluss Ayeyarwady. Den Abschluss bildet der Goldene Felsen.

Leider haben sich die politischen Verhältnisse nach unserer Reise sehr zum Negativen verändert, wenn man die Nachrichten verfolgt. Wir hoffen, dass Myanmar seinen Weg in eine bessere und gerechtere Gesellschaft finden wird und viele Interessierte das schöne Land kennen lernen werden.

1.Tag, 04.01.2017

Nach Myanmar

Bergrüßung im Flugzeug

Flug am Nachmittag mit Thai Airways von Frankfurt nach Bangkok (nonstop, Flugdauer ca. 11 Std.).

2.Tag, 05.01.17

Mingalaba, Mandalay!

Mandalay Hill

Nach drei Stunden Umsteigezeit in Bangkok Weiterflug nach Mandalay. Ankunft dort mit Silk Air, einer Tochter von Singapore Airlines, am Mittag (Flugdauer ca. 3,5 Std.). Fremd und exotisch, aber von Anfang an mit einem Lächeln begrüßt uns die zweitgrößte Stadt Myanmars auf der Fahrt in die Innenstadt. Nach einer kurzen Pause im Hotel, wo wir unsere Studiosus-Reiseleiteinr treffen, erleben wir zur Einstimmung auf die Reise den Panoramablick vom Mandalay Hill.

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3.Tag, 06.01.17

Königliches Mandalay

Das größte Buch der Welt

Der Jugend gehört die Zukunft! Wie eine Klosterschule diese neuen Wege ebnet, erfahren wir im Gespräch in einer von Studiosus unterstützten Bildungsstätte, der Phaung-Daw-Oo-Schule. Dann erwartet uns das Leben rund um den Tempel des über und über mit Blattgold bedeckten Mahamuni-Buddhas. Wir sehen, unter welch harten Bedingungen die Marmorschnitzer die unterschiedlichsten Statuen herstellen. Interessant und sehr abwechslungsreich zeigen uns die Holzschnitzer ihre Arbeiten. Goldschläger bearbeiten das Edelmetall so lange, bis es hauchdünn ist. In der Kuthodaw-Pagode bewundern wir das größte Buch der Welt. 729 Seiten erzählen hier in je einer Minipagode, was den Theravada-Buddhismus ausmacht. Im Goldenen Palast Kloster oder Shwenandaw-Kloster tauchen wir tiefer in die Geschichte ein. Der Tag klingt bei einem landestypischen Essen im Green Elephant aus.

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4.Tag, 07.01.17

Mingun – die unvollendete Pagode

 

Die unvollendete Mingun Pagode

Die Mingun-Pagode erwartet uns vor den Toren Mandalays. Per Boot gelangen wir dorthin. Doch was sehen wir nach unserer Ankunft? Das Heiligtum ist zu einem riesigen Ziegelhaufen zusammengeschrumpft! Was hat König Bodawpayas Traumtempel nur so erschüttert? Ein paar Schritte weiter bewundern wir die größte freischwingende Glocke. Umso formvollendeter zeigen sich uns auf einer Hügelkette am Ufer des Ayeyarwadys die leuchtende Hsinbyume Pagode, bevor wir beim Mittagessen die lokale Küche kennenlernen. Am Nachmittag besuchen wir das Nonnenkloster Ma U Bin Chaung. Die betagte Oberin nimmt Frauen und Mädchen auf, die ansonsten keinen Familienanschluss und sonst kaum eine Überlebenschance haben. Dabei stellen wir fest, dass das Leben der Nonnen noch entbehrungsreicher ist als das der Mönche.  In zarten Pastelltönen spiegeln sich schließlich die zahllosen Teakstämme der U-Bein-Brücke im Wasser wider. Zusammen mit den Verliebten Amarapuras erfreuen wir uns am Farbenspiel im Abendlicht.

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5.Tag, 08.01.17

Auf dem Ayeyarwady

Auf dem Elefanten Fluß

Er ist die Lebensader des Landes, der „Elefantenfluss“ Ayeyarwady. Mit einem Schiff schwingen wir uns auf seinen Rücken und treiben ca. 10 Std. flussabwärts. Fast 600 Boote der Irrawady Flottila Company und neun Millionen Passagiere passierten in den 1920er Jahren die Gestade des Stroms. Und heute? Der Strom lebt! Flöße aus Baumstämmen, mit Hütten und drei Generationen darauf. Betagte Schlepper und grazile Kanus kommen uns entgegen. Fischer legen an, Fähren gehen vor Anker. Hie und da sehen wir Baustellen. Pagoden werden gebaut, eine prächtiger als die andere. Auf dem Boot erwartet uns ein einfaches Mittagsmahl. Beim Sonnenuntergang öffnet sich vor uns die Tempelstadt Bagan.

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6.Tag, 09.01.17

Bagan – Pagoden bis zum Horizont

Bagan! Über 3000 Pagoden und Tempel umfasst das größte Tempelareal Südostasiens. Was hat die Menschen damals nur angetrieben, eine solch gewaltige Zahl zu errichten? In Nyaung U Markt schließen wir uns den Händlern an und pilgern zur Shwezigon-Pagode. Einst soll hier das Stirnbein Buddhas den Bauplatz ausgelotet haben. Anschließend „erobern“ wir den Schwegugyi Tempel, Manuha Phaya, Nan Phaya, den Dhammayaungi Tempel und die Schwesandaw Pagode, auf die wir nach oben klettern durften, um einen spektakulären Sonnenuntergang beobachten zu können. Den Abend geniessen wir im Hotel, wo uns die Illumination an der Bar einlädt.

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7.Tag, 10.01.17

Unendliche Weisheit

Ballonfahrt über Bagan

Bei Sonnenaufgang genießt Werner bei der Heißluftballonfahrt den schönsten Ausblick auf die Pagoden.

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Mit dem Ananda-Tempel lernen wir heute eine der bedeutendsten Stätten des Pagodenreichs kennen. In jeder der vier Himmelsrichtungen führt uns Buddha hier seine Weltsicht vor Augen. In den feinsten Lackwerkstätten des Landes bestaunen wir die Kunstfertigkeiten der Maler. Am Abend können wir die schon oft gesehenen kunstvollen Marionetten in Aktion kennen lernen. Das Marionettentheater erzählt hier keine Geschichten wie bei uns. Hier werden die Fertigkeiten beim Umgang mit den Puppen demonstriert. In diesem Restaurant tauchen wir so nebenbei auch in die exotische Geschmackswelt der lokalen Küche ein.

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8.Tag, 11.01.17

Mount Popa erwartet uns

Wir fordern Fortuna am legendären Mount Popa heraus: 37 Nats, quirlige Schutzgeister, leben auf dem erloschenen Vulkan und bescherten vielen Einheimischen hier schon manch schicksalhafte Begegnung. Auf dem Weg dorthin lernen wir die Gewinnung von Palmensaft und die Bereitung von Palmzucker kennen. Dort wird einer Mitreisenden gezeigt, wie die Einheimischen Pflanzensäfte im Gesicht aufgetragen. Das soll vor Sonne schützen und eine weiche Haut geben. Fast jedes Kind und jede Frau in Myanmar hat die weißen Flecken im Gesicht. Einige Kostproben nehmen wir als Souvenir mit nach Hause. Den Mittag verbringen wir im Mount Popa Ressort mit einem tollen Blick auf den Vulkankegel.

Abends am Hotel gehe ich noch einmal auf Fotopirsch. Dort haben sich zahlreiche Pilger, die das mehrtägige Fest am Ananda Tempel besuchen, niedergelassen. Uns stört die lautstarke Musik in der Nacht sogar im Hotelzimmer. Sie beginnt um Mitternacht und dauert bis zum Sonnenaufgang.

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9.Tag, Donnerstag, 12.01.17

Pindaya – die Spinne ist tot

Prinz Kummabhaya

Flug nach Heho und Fahrt nach Pindaya. In einer Papiermanufaktur demonstriert uns eine Danu-Familie ihre Geschicklichkeit bei der Herstellung von Papier und Mönchsschirmen. Dann wird es sportlich! Über 100 Stufen führen hinauf zur ersten Höhle. Der Legende nach hat Prinz Kummabhaya hier einst mit Pfeil und Bogen eine Riesenspinne erledigt, die zum Dinner sieben Prinzessinnen verspeisen wollte, und bescherte dem Ort mit seinem Ruf „Die Spinne ist tot!“ – Pingu-ya! – dessen epischen Namen. Mehr als 8000 Buddhafiguren stehen dicht an dicht in den Höhlen. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis einer gelebten und tief empfundenen Gläubigkeit. Die Nacht im Hotel wird kalt. Verena entdeckt viel zu spät die Heizdecke, die ihr dann in der zweiten Nachthälfte noch eine angenehme Ruhe ermöglicht.

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10.Tag, 13.01.17

Zum Inlesee

Das goldene Brautpaar

Per Bus geht es zum Inlesee. Wie Sterne am Firmament verteilen sich die Dörfer der Shan, Pa-O und Danu in der Hügellandschaft. Nur einige von vielen Völkern, denn Myanmars Patchworkfamilie vereint insgesamt 135 ethnische Kinder. Unterwegs beobachten wir Bauarbeiter, die mit Schaufel und Kiepe die Straße erneuern. Wir sehen hier im wesentlichen Frauen bei der schweren Arbeit. Ein kurzer Halt beim Schwe Yaung Pe Kloster gibt uns die Möglichkeit, ein Brautpaar zu fotografieren. Man hat den Eindruck, Braut und Bräutigam sind komplett in Gold gekleidet. Zum Hotel geht es mit dem Boot. Nach dem Check In besichtigen wir das Nga Phe Chaung Kloster, das für seine Katzen bekannt ist, und die auf einer Insel gelegene Phaung-Daw-U-Pagode. Auf dem See findet man an seichten Stellen sehr häufig schwimmende Gärten, in denen die Bewohner Gemüse und anderes züchten. Bei der Bootsfahrt kann man viele Fischer mit ihrer speziellen Technik sehen, das Boot mit dem Fuß zu steuern damit sie die Hände für das Netz freihaben.

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11.Tag, 14.01.17

Die schwimmenden Gärten

Der Inlesee erwacht. Einbeinruderer gleiten mit ihren Fischerbooten über die Wellen. Im Kranichschritt umklammern sie die Ruder und ersetzen mit reiner Wadenpower den Dieselmotor, um so mit beiden Händen zu fangen, was der See ihnen in die Reusen spendet! Die teilweise verfallenen Stupas der Swe In Dein Pagode werden vom Urwald wieder zurückerobert. Staksig ragen Häuser aus dem Wasser. Wir durchgleiten die klapprigen Dörfer mit den schwimmenden Gärten und erleben zum Mittagessen die besondere Atmosphäre auf dem See. Am Nachmittag können wir flinken Fingern bei der Herstellung von einheimischen Zigarren zusehen. Für uns war es neu, dass man aus Lotusstengeln lange Fäden gewinnen kann, die in der Lotusweberei zu schönen Stoffen verarbeitet werden. Die untergehende Sonne erzeugt dann im Hotel eine ganz besondere Atmosphäre.

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12.Tag, 15.01.17

Nach Yangon

Abschied vom Inlesee

Nach so viel Idylle am See nun endlich in die quirlige Metropole. Wir fahren am Morgen zum Flughafen Heho und fliegen nach Yangon. Der Flughafen Heho überrascht uns mit Aufklebern für die Jacke anstatt von Bordkarten. Die Ankündigung für einen Flug erfolgt mit dem Megaphon und die Anzeigetafeln sind mit Hand geschrieben. Das Ziel, Yangon, ist Myanmars bevölkerungsreichste Stadt. Zum Auftakt drehen wir eine Runde im geschäftigen Bogyoke-Markt. Das Abendessen nehmen wir im Bankok Kitchen ein.

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13.Tag, 16.01.17

Yangon – der Platz der Wunscherfüllungen

Die Shwedagon-Pagode

Am Morgen erleben wir das quirlige Leben der Stadt. Wir überqueren mit der Fähre den Fluss einmal hin und wieder zurück . Wie immer ist der Markt mit seinen Angeboten und Händlern interessant. Mitten im Verkehr am Unabhängigkeitsdenkmal steht die Sule-Pagode. Einst Herz des kolonialen Yangon, ist sie heute Zentrum der buddhistischen Gelehrsamkeit. Dann geht es zum wohl schönsten Juwel Yangons, der Shwedagon-Pagode. Über 5000 Diamanten, Rubine, Saphire, Gold und Glöckchen aus feinstem Silber blitzen uns auf dem Platz der Wunscherfüllungen entgegen. Barfuß umrunden wir im Uhrzeigersinn den Stupa und erleben dabei einen eindrucksvollen Sonnenuntergang. Hier sollen acht Haare von Buddha liegen!

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14.Tag, 17.01.17

Auf zum Goldenen Felsen!

Der goldene Felsen

Die Busfahrt an diesem Tag führt uns zu einem Bodhi Baum, bei dem die Fahrzeuge geweiht und mit Blättern geschmückt werden. Ein kurzer Stopp beim Htauk Kyant War Cemetery zeigt uns einen Friedhof der in den Burmesischen Unabhängigkeitskriegen und dem 2. Weltkrieg gefallen englischen Soldaten. Einen überdimensionalen Buddha sehen wir in der Lying Shwethalyaung-Buddha Pagode. In Bago versuchte man offensichtlich, den Glanz der Schwedagon Pagode in Yangon mit der Shwemawdaw Pagoda zu wiederholen. Man sieht viele Ähnlichkeiten aber auch eine Reihe von Unterschieden. Für das letzte Stück zum Goldenen Felsen müssen wir wegen der vielen steilen Streckenabschnitte auf LKW umsteigen. Auf leisen Sohlen nähern wir uns dann dem Goldenen Felsen von Kyaiktiyo, denn schon ein Hauch soll genügen, um ihn zu Fall zu bringen. Beruhigend allein: Ein Haar Buddhas hält den Felsen in der Balance, so jedenfalls sagt die Legende. Verwundert sehen wir Statuen des Weihnachtsmannes und Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen. Umgeben von meditierenden Pilgern aus ganz Asien begrüßen wir die Nacht.

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15.Tag, 18.01.17

Bago

Wir erleben am Morgen das rege Pilgertreiben und Mönche, die ihre Morgenspende rund um den Goldenen Felsen sammeln . Dann rollt unser Bus in die alte Hauptstadt Bago. Der Markt ist für uns einer der interessantesten von denen, die wir auf dieser Reise kennen lernten. An Nachmittag erreichen wir wieder Yangon.

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16.Tag, 19.01.17

Abschied von Myanmar

Der Weg zurück

Am Vormittag bummeln wir noch einmal durch die Straßen und Gassen von Yangon. Am Abend fliegen wir mit Thai Airways nach Bangkok (Flugdauer ca. 1,5 Std., Umsteigezeit ca. 2 Std.) und gegen Mitternacht weiter nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 11,5 Std.).

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Text frei nach Studiosus