Hab die Welt gerettet

  • auch wenn es nur eine sehr kleine ist.

Als ich am Morgen vom Bäcker kam, saßen am Bordstein vor unserem Haus eine Ente mit drei Küken. Die Küken waren maximal 2 Tage alt. Die Mutter sperrte den Schnabel auf und breitete die Flügel aus als ich näherkam. Auf unserem Haus und auf dem Neubau neben uns saßen Raben und beobachteten das ganz interessiert.

Ich hab die drei Küken gefangen und versucht, die Ente hinter mir herzulocken. Das ging gut bis zur Einfahrt in die Großbaustelle am Ende der Straße.  Dort wollte sie links in die Baustelle abbiegen. Zwischen den Kranen und Baumaschinen, Sand- ,Stein- und Erdhaufen und den entstehenden Häusern hätten sie keine Chance gehabt.

Mit dem lauten Piepsen der Küken folgte sie mir dann.

Bloß um die Wegbiegung wollte sie nicht mehr. Sie dreht wieder um…

Jetzt konnte ich ihr nur helfen, indem ich sie vor mir her getrieben habe. Das wollte sie gar nicht und schlüpfte durch den Bauzaun. Da konnte ich ihr nicht folgen.

Waren meine Mühen umsonst?

Mit den Küken bin ich auf die Bonemilchstrasse gegangen, um die Mutter ich Richtung Fluss zu locken.

Das war ihr offensichtlich zu dumm. Sie flog über die Straße und landete im Wasser.

Dort wollte ich ja haben.

Hab mir ganz nasse Füße geholt, als ich durchs Gras an das Ufer gestapft bin.

Ca. 1 m vor dem Ufer setzte ich die Küken in das hohe Gras.

Derweil rief die Mutter immer noch ganz verzweifelt nach ihrem Nachwuchs.

Die Küken kletterten mit Mühe durch das hohe Gras und schwammen zur Mutter. Unter der Fußgängerbrücke hat sie ihre Kinder „in die Arme geschlossen“.

Inzwischen war ich auch von oben von dem jetzt einsetzenden Schneeregen durchgeweicht.

Am nächsten Morgen hatte der Schneeregen aufgehört und bei meinem allmorgentlichen Einkauf beim Bäcker hörte ich das heisere Quacken einer Ente. Scheint ja alles gut gegangen zu sein.

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