7.Tag, Buchara

Um 4 Uhr krähen die Hähne in Buchara. Wir schlafen bei offenem Fenster, denn die kühle Nachtluft ist wesentlich angenehmer als die Klimaanlage. Wir haben Glück, unser Zimmer liegt zum Innenhof des Hotels.

Um diese Zeit kann man sich noch einmal umdrehen und bis zum Weckruf schlafen.

Bei den organisierten Reisen gibt es ja festgelegte Starttermine für die Busfahrt oder, wie heute, den Beginn unserer Besichtigungstour durch die Stadt.

Schon früh galt Buchara als reichste Stadt der Seidenstraße. Wir starten direkt an einem der schönsten Schätze der Oasenstadt,

der Kolon Moschee mit dem eindrucksvollen Minarett und der gegenüberliegenden Medresse in der Altstadt (UNESCO-Welterbe). In den Basaren sehen wir Händler, wie es sie möglicherweise bereits gegeben hat, als ein Emir hier geherrscht hat. Nur die Waren unterscheiden sich von damals. So kosten wir einen Tee bei einem Gewürzhändler, Bestaunen die Produkte des alten Handwerks des Messerschmieds, besuchen eine Miniaturmalerei und bestaunen die Fingerfertigkeit einer Teppichweberin. Anschließend treffen wir uns mit den Germanistikstudentinnen, über die wir bereits berichtet haben. Rund um den Teich des alten Handelsplatzes Labi-Hauz vibriert die Stadt. Zahlreiche Restaurants locken zum Mittagessen. In der ältesten Moschee von Buchara ist heute ein Teppichmuseum eingerichtet. Dann treffen wir einen alten Bekannten aus unseren Kindertagen: Hotscha Nasreddin. Gern erinnern wir uns an die Streiche des Till Eulenspiegel von Usbekistan. Den Abschluss unseres Vormittagsprogramms bildet ein ganz besonderes Bauwerk; das Chor Minor. Es war gebaut als Eingangstor eines Komplexes mit einer Sommermoschee, stellt heute eines der Wahrzeichen Bucharas dar.

Am Nachmittag wagen wir uns noch einmal in das Getümmel. Allerdings spielt sich jetzt alles im Schatten ab. In der Sonne ist es ungemütlich. So genießen wir noch einen speziellen Ingwertee in einer Teestube in angenehmer Kühle.

Am Abend sind wir zu Gast bei einer usbekischen Familie. Traditionelle Gerichte wie unterschiedliche Vorspeisen und das Lagman, ein Nudelgericht mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse, stehen auf dem reich gedeckten Tisch. Bei dem Rückweg zum Hotel durchstreifen wir noch die Altstadt.

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