3.Tag, Im Bazar und die Ruinen von Anau

Am Morgen geht es zum farbenfrohen Basar Tolkuchka, einem der größten Märkte Mittelasiens. Auf dem Weg dahin gibt uns unsere Reiseleiterin den Hinweis, im Regierungsviertel nicht zu fotografieren, obwohl es die Regierungsgebäude wegen ihrer Größe und den Gold glänzenden Verzierungen sowie den Wasserspielen auf dem Mittelstreifen der Straße Wert wären. In der begrenzten Zeit besuchten wir dann gerade einmal zwei Hallen des Basars, in der Textilien, Kleider und Schmuck gehandelt werden. Insbesondere die bunten bodenlangen Kleider und die speziell gebundenen Kopftücher der Frauen stellen gute Motive zum Fotografieren dar. Das wird leider von speziellen Aufpassern stark eingeschränkt, die überall stehen und mit Argusaugen auf das Treiben achten. In dem Gelände hätte man sicher mehrere Stunden zubringen können. Insgesamt haben wir den Eindruck, dass die turkmenische Bevölkerung weit weniger Freiheiten hat als wir das z.B. im Iran kennen gelernt haben. Das zeigt sich z.B. auch darin, dass einige Internetseiten hier nicht erreicht werden können.

Anau liegt am Fuße des Kopet-Dagh-Gebirges und unweit der Hauptstadt. Einst eine blühende Stadt, ist es heute ein beliebtes Pilgerziel. Sie hat neben dem archäologischen Gesichtspunkt, den Resten einer timuridischen Moschee aus dem 15. Jahrhundert, einen weiteren interessanten Teil. Dort ist eine Grabstelle, der Wunder zugeschrieben werden. Man besucht sie, damit sich ein Kinderwunsch erfüllen möchte. Das ist dann ein Grund für Familien, um dort ein ausgedehntes Picknick zu machen. Da wird vor Ort gekocht und gebacken. Dann setzt sich die ganze Familie zusammen und isst gemeinsam.

Wir treffen dort eine sehr aufgeschlossene Familie mit ca. 8 Frauen und zwei Kindern. Die lassen sich mit uns fotografieren und fotografieren selbst. Touristen sind hier selten. Dann wird uns frisch gebackenes köstliches Fladenbrot angeboten – eine Vorschau auf unser Mittagessen.

Unsere Mittagspause haben wir wieder in dem Kaufhaus von Aschgabat.

Am Nachmittag besuchen wir noch das Museum in Aschgabat. Wie nicht anders zu erwarten, ist es ebenfalls ein monumentales Gebäude. Dort sehen wir dann die archäologischen Funde von den Ausgrabungsstellen von Nissa und Anau. Insgesamt macht die Anordnung einen sehr übersichtlichen Charakter. Natürlich darf in einer Abteilung über die Gegenwart die Beweihräucherung des Präsidenten nicht fehlen. Hier hängt der größte Teppich Turkmeniens.

Das Abendessen nehmen wir wieder in einem kleinen Restaurant mit einem 4 Gänge Menü ein.

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